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Der Gazastreifen und die Palästinensische Autonomiebehörde (Dezember 2016)

Der Grenzübergang Rafah

Am 10. Dezember 2016 wurde der Grenzübergang Rafah für drei Tage geöffnet. Das Innenministerium in Gaza-Stadt berichtete, dass während dieser drei Tage 2.053 Personen den Gazastreifen verließen und 1.502 einreisten. 160 Personen mussten in den Gazastreifen zurückkehren, nachdem Ägypten ihre Einreise verweigert hatte. Zudem wurden mehrere Tausend Tonnen Zement in den Gazastreifen eingeführt. In einer Veröffentlichung behauptete das Ministerium, dass der Grenzübergang Rafah im Verlauf des Jahres 2016 insgesamt 35 Tage geöffnet war (Facebook-Seite des Innenministeriums in Gaza-Stadt, 13. Dezember 2016).

Die Hamas markiert den 29. Jahrestag ihrer Gründung

Unter dem Motto „Jerusalem wurde uns versprochen“ markierte die Hamas den 29. Jahrestag ihrer Gründung in einer Reihe von Veranstaltungen im gesamten Gazastreifen. Einen Tag zuvor organisierte der militärische Arm der Hamas Waffendemonstrationen in den Flüchtlingslagern von Dschabalija, Bet Lahiya und Bet Hanun (Webseite von al-Resalah.net, 9. Dezember 2016).

Kinder beteiligen sich an einer Demonstration der Hamas

Die Jubiläumsveranstaltungen boten den hochrangigen Hamas Mitgliedern die Möglichkeit, eine forsche Rhetorik zu verwenden, die auch Drohungen gegen Israel einschloss:

In einem Interview sagte Chalid Maschal, Chef des Politbürosder Hamas, dass die Hamas seit ihrer Gründung keine größeren strategischen und konzeptionellen Änderungen unterlaufen habe. Seinen Worten zufolge sei die zentrale Vision der Hamas der „Widerstand“gegen den israelischen Feind.Er betonte, dass es ohne einen bewaffneten Widerstand keine Möglichkeit zur Erhaltung von nationalen Rechten geben könne (al-Jazeera TV, 9. Dezember 2016).

Khalil al-Hayya, Mitglied des Politbüros der Hamas,sagte auf einer Kundgebung im nördlichen Gazastreifen, dass die Hamas dazu geführt habe, dass Israel die gesammelte strategische Macht im Laufe der Kriege verloren habe. Er rief Israel dazu auf, sich auf einen starken Schlag vorzubereiten und warnte davor, dass die Hamas aus allen Richtungen angreifen wird:auf dem Boden, durch Tunnel, aus den Tiefen des Meeres und aus dem Himmel. Al-Hayya erklärte, dass die Hamas nach Möglichkeiten suchen muss, alle Gefangenen zu befreien, und dass sie die „Messer-Intifada“ unterstützt. Darüber hinaus forderte er alle auf, daran teilzunehmen (YouTube, 9. Dezember 2016).

Fathi Hamad, hochrangiges Mitglied der Hamas, sagte, dass die Hamas sich bereit erklärt, die von ihrem militärischen Arm entwickelten Raketen den arabischen Staaten zur Verfügung zu stellen, um mit deren Hilfe Israel zu bekämpfen.Seinen Worten zufolge war der militärische Armin der Lage, Raketen ähnlich wie in militärischen Einrichtungen von Ländern zu produzieren (Safa Nachrichtenagentur, 10. Dezember 2016).

Auf einer Kundgebung in Khan Junis sagte Mahmud az-Zahar, Spitzenmitglied der Hamas, dass die Hamas die Botschaft ihres militärischen Arms,die zum Vorbild geworden ist, verkündet.Demnach ist das palästinensische Volk bereit, Entbehrungen zu ertragen, um in den israelischen Armeebasen Zerstörung zu säen.

Ein weiterer“Arbeitsunfall“ bei einem Tunnelzusammenbruch

Ein weiterer „Arbeitsunfall“ ereignete sich im Stadtteil Schadschaija in Gaza-Stadt, als zwei Aktivisten bei einem Tunnelzusammenbruch getötet wurden. Dabei handelt es sich um Ismail Abdul Karim Schimali (27), ein Student des Master-Grades, und um Rami Munir al-Ararair (24), ein Student der religiösen islamischen Studien, verheirateter Vater einer Tochter. Beide Toten waren Bewohner des Stadtteils Schadschaija (al-Aqsa TV, 7. Dezember 2016).

Operationen der Hamas gegen dschihadistisch salafistische Elemente im Gazastreifen

Beamte der Hamas berichteten, dass die Hamas in den letzten Wochen eine ihrer größten Operationen gegen die dschihadistisch-salafistischen Elemente mit der Absicht, deren Aktivitäten aus dem Gazastreifen zu zügeln, durchgeführt habe. In diesem Zusammenhang nahmen die Sicherheitskräfte mehr als 350 Aktivisten fest (a-Sharq al-Awsat, 12. Dezember 2016). Im Hinblick auf die Festnahme ihrer Mitglieder beschlossen IS-Aktivisten auf der Sinai-Halbinsel, Sanktionen gegen die Hamas zu verhängen und den Schmuggel aus dem Sinai durch die Tunnel in den Gazastreifen zu verbieten. Sie drohten den Tunnelbesitzern mit dem Tod, falls irgendjemand den Versuch unternehmen wird, Waren in den Gazastreifen zu schmuggeln. Sie drohten auch, Terroranschläge zu verüben (PALDF, 11. Dezember 2016; Karameh Press, 10. Dezember 2016).

Eine Delegation der Organisation Islamischer Dschihad in Palästina im Iran

Eine Delegation von hochrangigen Mitgliedern der Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ), geleitet von Ramadan Schallah, Generalsekretär der PIJ, und seinem Stellvertreter Ziad al-Nakhalah, reiste zu einem offiziellen Besuch in den Iran. Während des Besuchs trafen die Delegationsmitglieder mit Ali-Akbar Hāschemi Rafsandschāni, der Vorsitzende des iranischen Schlichtungsrates, mit dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarifund mit dem Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates Ali Schamchani zusammen (Filastin al-Aan, 11. Dezember 2016). Ramadan Schallahsagte während des Treffens mit Schamchani, dass der Iran das einzige Land der Welt sei, das die palästinensische Frage unterstützt und die zionistische Entität nicht anerkennt. Ali Schamchani erwiderte, dass die palästinensische Frage und die Befreiung von Jerusalem die oberste Priorität der muslimischen Welt genießen und dass jede Abweichung vom Weg des Kampfes gegen die zionistische Entität ein Verrat an den Muslimen sei (ar-Ra’i, 11 Dezember 2016).

Eine Delegation der Palästinensischen Autonomiebehörde besucht die USA

Eine palästinensische Delegation unter der Leitung von Saeb Erekat, Chefunterhändler bei den palästinensisch-israelischen Verhandlungen und Generalsekretär des Exekutivkomitees der PLO, und Madsched Faradsch, Chef des palästinensischen Geheimdienstes, besuchte die Vereinigten Staaten. Die Delegation traf mit dem US-Außenminister John Kerry zusammen. Dabei wurden politische und Sicherheitsfragen diskutiert. Danach hielten die Mitglieder der palästinensischen Delegation weitere Treffen mit Beamten im Weißen Haus ab. Saeb Erekat zufolge initiierte die palästinensische Seite den Besuch in den Vereinigten Staaten und beabsichtigt auch, mit dem Team des gewählten Präsidenten zusammenzutreffen (Facebook-Seite von Saeb Erekat, 12. Dezember 2016).

Die Fatah-Bewegung dokumentiert Auseinandersetzungen mit den israelischen Sicherheitskräften

Die Fatah-Bewegung veröffentlichte auf ihrer offiziellen Facebook-Seite einen Beitrag, in dem Fotos von gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und den israelischen Sicherheitskräften im Dorf Kadum dokumentiert wurden. Im Beitrag wurde erklärt, dass Fatah-Aktivisten an den Auseinandersetzungen teilgenommen haben (Die offizielle Facebook-Seite der Fatah-Bewegung, 9. Dezember 2016).

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 16/12/2016. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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