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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (8. – 14. Februar 2017)

In der vergangenen Woche ereigneten sich weitere Anschläge des „Volksterrors“ in Judäa und Samaria, die auch nach Israel überliefen.Herausragend war ein bewaffneter Messer-Angriff am Eingang zum Markt in Petach Tikwa. Sieben Personen wurden dabei verletzt. Der Täter stammt aus einem Dorf südlich von Nablus und agierte dem Anschein nach selbständig.Die Hamas lobte den Angriff, während die Palästinensische Autonomiebehörde den Angriff nicht verurteilte.

Vier Grad-Raketen wurden während der vergangenen Woche von der Sinai-Halbinsel aus auf Eilat abgefeuert. Drei Raketen wurden von dem „Iron Dome System“ abgefangen und die vierte stürzte in einem offenen Bereich außerhalb der Stadt ab. Die Vereinigung Ansar Bait al-Maqdis („Unterstützer Jerusalems“), die als Sinai Provinz des IS dient, bekannte sich zum Angriff und drohte, dass für die Juden „die Zukunft noch bitterer sein wird“.

Im Gazastreifen wurde Yahya Sinwar, hochrangiges Mitglied des militärischen Arms der Hamas, als neuer Chef der Organisation im Gazastreifen gewählt. Er wird Ismail Haniyya ersetzen, der für die Nachfolge von Chalid Maschal als Führer des Politbüros der Hamas kandidieren will. Yahya Sinwar, der in Israel gefangen gehalten und als Teil des „Schalit-Deals“ befreit wurde, wird als Vertreter extremistischer Ansichten und des Erwägungssystems des militärischen Arms der Hamas betrachtet. Unserer Ansicht nach wird seine Wahl die Hamas-Politik gegenüber Israel und eine Vielzahl von anderen wesentlichen Fragen beeinflussen.

Angriffe und vereitelte Angriffe

Der bewaffneter Messer-Angriff in Petach Tikwa (am 9. Februar 2017):
Ein bewaffneter Palästinenser mit einer improvisierten Maschinenpistole eröffnete da Feuer auf Fußgänger, die sich am Eingang zum Markt in Petach Tikwa und an einer nahe gelegenen Bushaltestelle aufhielten. Danach schoss er auf einen Bus und versuchte, einen Mann mit einem Schraubenzieher, den er bei sich trug, zu erstechen.Sieben Personen wurden verletzt, zwei von ihnen mittelschwer.Der Terrorist flüchtete von der Stelle, wurde aber kurz danach festgenommen. Er selbst wurde leicht verletzt.

Die palästinensische Medien berichteten, dass es sich um Sadeq Nasser Abu Mazen (18), Bewohner von Foka al-Beta südlich von Nablus, handelt (Felesteen, 12. Februar 2017). Eine erste Untersuchung ergab, dass er selbstständig und ohne Anleitung von Außen gehandelt hatte. Diese Untersuchung ergab ebenfalls, dass seine Waffe aus irgendeinem Grund blockiert war und daher ein Massenterroranschlag, den er geplant hatte, verhindert wurde.

Die Hamas begrüßte den Angriff. Fawzi Barhum, ein Sprecher der Hamas, lobte den Angreifer für seine „Heldentat“ und sagte, der Angriff sei eine“natürliche Reaktion“auf Israels Verbrechen gegen das palästinensische Volk und gegen die heiligen Stätten. Er rief alle Palästinenser auf, ihren Kampf gegen Israel zu intensivieren (Webseite der Hamas, 9. Februar 2017). Husam Badran, ein Sprecher der Hamas,sagte, dass diese Maßnahmen Teil der“Jerusalemer Intifada“seien. Zudem rief er Aktivisten des Widerstands auf, solche „Heldentaten“so oft wie nur möglich zu wiederholen (Webseite der Hamas, 9. Februar 2017).

Am 10. Februar 2017 näherte sich eine Palästinenserin einem Checkpoint in der Nähe der Höhle der Patriarchen in Hebron. Sie zog ein Messer und lief in Richtung eines der Grenzpolizisten, die den Checkpoint bemannten, mit der Absicht, ihn zu erstechen. Der Kämpfer sah sie sofort und richtete seine Waffe in ihre Richtung. Sie flüchtete in Richtung eines nahe gelegenen Spielplatzes, wo sie festgenommen wurde. Es gab keine Verletzten. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich um Isra’a Samih Dschaber (17) aus Hebron handelt (Twitter-Account von Radio al-Aqsa, 11. Februar 2017).

Demonstrationen und Ausschreitungen

Die Anschläge des „Volksterrors“ halten in Judäa und Samaria weiter an. In der vergangenen Woche ragten dutzende Vorfälle, bei denen Molotow-Cocktails, improvisierte Spreng- bzw. Brandvorrichtungen und Steine geworfen wurden, hervor.

Im Folgenden einige Ereignisse:
Am 12. Februar 2017 nahmen israelische Sicherheitskräfte einen Palästinenser am „Munitionshügel“ in Jerusalem fest.In seinem Besitz wurden zwei Messer gefunden.Er wurde zur Vernehmung geführt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 12. Februar 2017).

Am 12. Februar 2017 wurden Steine auf ein Fahrzeug geworfen, das auf der Straße zwischen der Siedlung Tekoa und Har Choma südlich von Jerusalem fuhr. Es gab keine Verletzten. Das Fahrzeug wurde beschädigt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 12. Februar 2017).

Am 11.Februar 2017 wurden Steine auf die Jerusalemer Stadtbahn geworfen. Ein Waggon wurde beschädigt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 11. Februar 2017).

Am 11. Februar 2017 wurden Steine auf ein israelisches Fahrzeug geworfen, das auf der Umgehungsstraße von Hussan, in der Nähe von Betar, fuhr. Zwei Personen wurden leicht verletzt(Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 11. Februar 2017).

Am 11. Februar 2017 ergriffen israelische Sicherheitskräfte im Verlauf einer Operation im Dorf Samoa im südlichen Hebrongebirge große Mengen von Waffen, Munition, Militärbekleidung und Ausrüstungen. Sieben Dorfbewohner wurden festgenommen (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 11. Februar 2017).

Am 9. Februar 2017 wurden Steine auf Fahrzeuge geworfen, die in der Nähe von Sindschil nordöstlich von Ramallah fuhren.Eine Frau wurde leicht verletzt. Es wurden Schäden an der Windschutzscheibe eines der Fahrzeuge verursacht (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 9.Februar 2017).

Am 8. Februar 2017 wurden Steine auf einen israelischen Bus geworfen, der in der Nähe von Hizma nordöstlich von Jerusalem fuhr. Eine Person erlitt einen Schock. Der Bus wurde beschädigt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 8. Februar 2017).

Am 8. Februar 2017 wurden Steine auf israelische Fahrzeuge geworfen, die in der Gegend von West-Tekoa im Gusch Etzion fuhren. Die Steine wurden aus einer dortigen Schule geworfen. Es gab keine Verletzten. Das Fahrzeug wurde beschädigt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 8. Februar 2017).

Am 8. Februar 2017 beschlagnahmten israelische Sicherheitskräfte im Verlauf einer Operation Waffenteile aus eigener Produktion und Munition (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 11. Februar 2017).

Am 8. Februar 2017 nahmen israelische Sicherheitskräfte Mitglieder einer terroristischen Zelle fest, die bei mehreren Gelegenheiten Molotow-Cocktailsauf die Schnellstraße 443 (zwischen Jerusalem und Modi’in) und auf die Straße 436(in Nord-Jerusalem) geworfen hatten. Dabei handelt es sich um palästinensische Bewohner von Bet Annan. Sie wurden festgenommen und angeklagt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 11. Februar 2017).

Raketenbeschuss auf Eilat

In den Abendstunden des 8. Februar 2017 wurden vier Grad-Raketen von der Sinai-Halbinsel aus auf Eilat abgefeuert. Drei Raketen wurden von dem „Iron Dome System“ abgefangen. Eine weitere Rakete stürzte in einem offenen Bereich, mehrere Kilometer nordwestlich von der Stadt, ab. Dies ist der erste Raketebeschuss auf Eilat seit Juli 2014.[2]

Am folgenden Tag veröffentlichte die terroristische Vereinigung Ansar Bait al-Maqdis („Unterstützer Jerusalems“), die als Sinai Provinz des IS dient, eine Bekennung zum Angriff auf Eilat (die in der Ankündigung als Umm al-Raschrasch genannt wird). Darin wurde auch gedroht, dass die Zukunft für die Juden noch bitterer sein wird (al-Haq, 9. Februar 2017). Das Ibn Taymiyyah Studien- und Da’wah-Zentrum, das mit der Salafia im Gazastreifen assoziiert ist, veröffentlichte am 9. Februar 2017 eine Proklamation. Darin wird zwar nicht erwähnt, wer hinter dem Raketenbeschuss steht, jedoch wurde die Hamas der fortlaufenden Verhaftungen der Salafi-dschihadistischen Aktivisten im gesamten Gazastreifen und der Folter der Gefangenen beschuldigt. Am Ende der Proklamation betonen die Autoren den festen Entschluss der dschihadistischen Salafia und deren Standhaftigkeit gegen die Operationen der Hamas gegen sie.

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 17/02/2017. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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