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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (16. – 22. August 2017)

In der vergangen Woche wurde an der Kreuzung Tapuach in Samaria ein Messer-Angriff verübt. Der Täter, ein 17-jähriger Palästinenser, wurde angeschossen und getötet. Der Einblick in seine Facebook-Seite zeigt, dass er dort ein Testament unter der Überschrift „Der letzte Wille eines Märtyrers“ hinterlegt und sich gleichzeitig von seiner Familie verabschiedet hat. An der Grenze zum Gazastreifen fanden die „Routine-Demonstrationen“ statt.

Ein dschihadistisch-salafistischer Aktivist aus dem Gazastreifen, der mit dem IS assoziiert ist, sprengte sich an einem Checkpoint der Hamas auf dem Weg zur Halbinsel Sinai in die Luft. Die Hamas verurteilte den Anschlag und warnte, dass sie jeden, der die Sicherheit des Gazastreifens gefährden wird, rechtlich verfolgen würde. Im südlichen Gazastreifen haben die Sicherheitskräfte der Hamas ihre Routineaktivitäten, einschließlich der Stürmung von mehreren Positionen der dschihadistischen Salafia im Westen von Rafah, weitergeführt. Ein Sprecher der Salafisten im Gazastreifen verurteilte die Hamas, räumte jedoch ein, dass sich der Getötete und ein weiterer Aktivist auf dem Weg zur Halbinsel Sinai befanden, um dort Juden und ägyptische Grenzpolizisten zu töten.

Yahya Sinwar, Chef der Hamas und Mitglied des Politbüros der Bewegung, berief ein geschlossenes Treffen mit einer Gruppe von Publizisten und politischen Kommentatoren ein. Dabei verkündete er, dass die Hamas kein Interesse habe, einen Kampf gegen Israel zu starten, müsse jedoch immer auf eine solche Möglichkeit vorbereitet sein. Seinen Worten zufolge wird die Hamas den Feind mit neuen und hochwertigen Waffen, die eine bessere Genauigkeit aufweisen und fortgeschrittenere Sprengköpfe besitzen, überraschen. In Bezug auf die Tunnel sagte er, dass die Hamas ganze „Tunnelstädte“ unter der Erde ausgegraben habe. Yahya Sinwar dankte dem Iran für seine kontinuierliche Unterstützung der Hamas und rief alle Länder auf, die Hamas-Bewegung ebenfalls zu unterstützen.

Terroranschläge und vereitelte Angriffe

Am 19. August 2017 wurde ein Messer-Angriff an der Kreuzung Tapuach in Samaria verübt. Ein Palästinenser erreichte die Kreuzung Tapuach mit einer Tüte in der Hand. Er wurde gebeten, sich zur Kontrollstelle zu begeben, reagierte jedoch nicht darauf. Plötzlich zog er ein Messer und fing an, einen Kämpfer der Grenzpolizei anzugreifen, der dadurch leicht am Bein verletzt wurde. Als Reaktion darauf wurde der Angreifer angeschossen und getötet. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich bei dem Angreifer um Kutaibah Zijad Jusuf Zaharan (17) aus ‚Illar (nördlich von Tulkarm) handelt.

Der Einblick in die Facebook-Seite des Täters zeigt, dass seine Beiträge nur seinem Bekanntenkreis zugänglich waren. Dort hinterließ er auch ein Testament unter der Überschrift „Der letzte Wille eines Märtyrers“. Er verabschiedete sich gleichzeitig von seiner Familie und schrieb, dass „der Schahada[1] ihn gerufen und dass er sich bereits seit längerer Zeit nach ihm gesehnt habe“. Er bat seine Familie um Vergebung und auch darum, nicht um ihn zu trauern, sondern wegen seines Martyriums glücklich zu sein. Zudem schrieb er: „Lobe den Herrn, der den Mudschahidin[2] ihren Sieg gewährt und die verfluchten Juden herabwürdigt“ (Facebook-Seite von Qudsn, 19. August 2017). Wenige Stunden vor dem Angriff änderte er das Hintergrundbild auf seiner Facebook-Seite und schrieb, dass er sich nach einer großen und würdigen Beerdigung sehne (Twitter-Account von Palinfo; Facebook-Seite von Kutaibah Zijad Jusuf Zaharan, 19. August 2017).

Demonstrationen und Ausschreitungen

Die Demonstrationen und die Unruhen in Judäa und Samaria wurden fortgesetzt. Dabei handelte es sich überwiegend um Vorfälle, bei denen Steine und Molotow-Cocktails geworfen wurden. Die israelischen Sicherheitskräfte vereitelten eine Reihe von Angriffen und nahmen mehrere dutzend Terrorverdächtige fest. Im Folgenden einige nennenswerte Ereignisse:

  • Am 20. August 2017 wurde ein Molotow-Cocktail in Richtung des Sicherheitszauns an der Straße, die zwischen Kirjat Arba und der Höhle der Patriarchen verläuft, geworfen. Es gab keine Verletzten (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 20. August 2017).
  • Am 19. August 2017 nahm die israelische Polizei in Netanja einen 21-jährigen Bewohner von Tulkarm, der sich illegal in Israel aufhielt, fest. In seinem Besitz wurde ein Messer gefunden und er wurde zum Verhör geführt. Dabei berichtete er, dass er geplant hatte, einen Anschlag zu verüben (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 20. August 2017).
  • Am 19. August 2017 wurde ein Molotow-Cocktail in Richtung des Sicherheitszauns in Kirjat Arba geworfen. Es gab keine Verletzten und keine Schäden (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 19. August 2017).
  • Am 19. August 2017 wurde eine Rohrbombe in Richtung einer IDF-Einheit, die im Flüchtlingslager von Dschenin (im nördlichen Samaria) tätig war, geworfen. Es gab keine Verletzten und keine Schäden (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 19. August 2017).
  • Am 18. August 2017 nahm die israelische Polizei einen Bewohner von Hebron (der früher im Flüchtlingslager Schuafat gelebt hatte) wegen Anstiftung zur Gewalt und Unterstützung einer terroristischen Organisation fest. Die Polizei war durch seine Facebook-Seite auf ihn aufmerksam geworden. Bei seinem Verhör räumte er ein, dass er den IS unterstütze und dass er Videos über die Organisation verbreitete, in denen ihre Tätigkeit in verschiedenen Ländern sowie die Ermordung von Gegnern dargestellt werden (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 20. August 2017).
    Bedeutende Angriffe in Judäa, Samaria und Jerusalem im vergangenen Jahr[3]

Bedeutende Angriffe in Judäa, Samaria und Jerusalem im vergangenen Jahr
Geldtransferpfad an Familien von Terroristen aufgedeckt

Israelische Sicherheitskräfte haben einen Geldtransferpfad von Hamas-Aktivisten im Gazastreifen, der zu Familien von Terroristen führte, aufgedeckt. Den Sicherheitskräften zufolge dienen die Geldübertragungen von Seiten der Hamas im Gazastreifen der Förderung und finanziellen Unterstützung der Familien von Terroristen. Unter anderem wurden Gelder an die Mutter des Terroristen Tarek Abu ‚Irfa aus Ras al-Amud (in Ost-Jerusalem) übertragen, der 1994 an der Entführung und Tötung von Nahschon Wachsmann beteiligt gewesen war (Facebook-Seite von ynet, 15. August 2017).

Operation des palästinensischen Militärgeheimdienstes zur Beschlagnahmung von Waffen in den Vororten von Jerusalem

In einer Meldung des palästinensischen Militärgeheimdienstes in Ramallah und Jerusalem wurde bekannt gegeben, dass seine Beamten eine „Militäroperation in den Vororten von Jerusalem“ zur Beschlagnahme von illegalen Waffen unternommen haben. Es wurde berichtet, dass im Verlauf der Operationen ein M16-Gewehr sowie ein improvisiertes Maschinengewehr vom Typ Carlo eingezogen wurden (Facebook-Seite der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des palästinensischen Militärgeheimdienstes, 22. August 2017). Uns ist jedoch nicht bekannt, wo genau diese Operation stattfand.

Demonstrationen an der Grenze zum Gazastreifen

Am 18. August 2017 nahmen Dutzende von Palästinensern an Demonstrationen in der Nähe der Grenze zu Israel teil. Diese fanden an den „gewöhnlichen“ Stellen, in der Nähe des Friedhofs im Osten von Dschabalija, im Osten von Gaza-Stadt, im Osten des Flüchtlingslagers al-Buredsch und östlich von Khan Junis, statt. Es wurde berichtet, dass ein Palästinenser im Osten von Dschabalija bei einer Demonstration mittelschwer verletzt wurde (Schehab News, 18. August 2017).

Quelle: Meir Amit Informationszentrum über Geheimdienste und Terrorismus

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Von am 25/08/2017. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare derzeit geschlossen, aber Sie knnen einen trackback von Ihrer webseite hinterlassen.

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