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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (27. Dezember 2017 – 02. Januar 2018)

Nach einer kurzen Pause wurden während der letzten Woche wieder Raketen und Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Ein Raketenabsturz wurde in einem offenen Gebiet in der Nähe einer Siedlung im Regionalverband Eschkol registriert. Zudem wurden drei Mörsergranaten in Richtung einer Personenmenge abgefeuert, die sich am Geburtstag des getöteten Soldaten Oron Schaul, dessen Leichnam sich immer noch in den Händen der Hamas befindet, an der Grenze zum Gazastreifen versammelt hatte. Eine Mörsergranate stürzte im Gebiet einer Siedlung im Regionalverband Scha’ar HaNegev ab und beschädigte ein Gebäude. Als Reaktion darauf griffen Flugkörper der israelischen Luftwaffe zwei Hamas-Stellungen im nördlichen Gazastreifen an.

In der vergangenen Woche wurden die Proteste und Unruhen in Judäa, Samaria, Jerusalem und im Gazastreifen vor dem Hintergrund der Erklärung des US-Präsidenten Donald Trump bezüglich der Anerkennung Jerusalems durch die USA als Hauptstadt Israels fortgesetzt. Der Rückgangstrend der Teilnahme an diesen Ereignissen, der bereits in der Vorwoche zum Ausdruck gekommen war, zeichnete sich weiterhin ab.

In der vergangen Woche wurde über die Aufdeckung einer Terrorzelle im November 2017 berichtet, die in Judäa und Samaria unter der Führung eines Hamas-Aktivisten aus dem Gazastreifen Angriffe zu verüben plante. Dies ist eine weitere Manifestation der (bisher erfolglosen) Bemühungen der Hamas, in Judäa und Samaria „qualitative“ Angriffe hervorzurufen und der Erfolge der israelischen Sicherheitskräfte bei deren frühzeitigen Aufdeckungen.

Terroranschläge und vereitelte Angriffe

Am 1. Januar 2018 rannte in der Nähe von Bet Ainnon nördlich von Kirjat Arba ein mit zwei Messern bewaffneter Terrorist in Richtung der israelischen Sicherheitskräfte, um eine Messerangriff auszuführen. Eine IDF-Truppe neutralisierte den Terroristen. Es gab keine Verletzten (IDF Sprecher, 1. Januar 2018).

Am 28. Dezember 2017 nahmen israelische Sicherheitskräfte einen Verdächtigen fest, der zum Militärgericht Samaria in der Nähe des Dorfes Salem gekommen war. An seinem Körper wurde eine Rohrbombe entdeckt. Der 16-jährige Verdächtige aus dem Flüchtlingslager Dschenin traf am Kontrollpunkt ein und erhob den Verdacht des dort stationierten Sicherheitspersonals. Der Metalldetektor an der Position zeigte auf, dass er auf seinem Körper metallisches Material trägt. Bei einer Leibesvisite wurde die Rohrbombe gefunden. Der Palästinenser wurde zum Verhör geführt (Sprecher der israelischen Polizei, 28. Dezember 2017). Dies ist das zweite Mal in den letzten Wochen, dass ein Palästinenser versucht, mit einer Rohrbombe in das Gericht einzudringen. Am 7. Dezember 2017 ereignete sich ein ähnlicher Vorfall.

Am 27. Dezember 2017 nahmen israelische Sicherheitskräfte am Checkpoint Kalandia nördlich von Jerusalem eine junge Palästinenserin im Alter von 18 Jahren fest. Die Bewohnerin eines kleinen Dorfes nordwestlich von Jerusalem hatte geplant, einen Terroranschlag durchzuführen. Die junge Frau hatte schon einmal zuvor versucht, nach Israel einzudringen. Allerdings wurde sie von Sicherheitskräften daran gehindert. Beim zweiten Versuch, den sie am Checkpoint Kalandia unternahm, zeigte sie den Passierschein ihrer siebenjährigen Schwester. Auch diesmal verhinderten die Sicherheitskräfte ihre Einreise und sie wurde festgenommen. Bei ihrer Vernehmung gab sie zu, geplant zu haben, in der Gegend von Jerusalem einen Anschlag durchzuführen (Sprecher der israelischen Polizei, 27. Dezember 2017).

Weitere Enthüllungen über den Messerangriff am zentralen Busbahnhof von Jerusalem

Am 10. Dezember 2017 wurde am zentralen Busbahnhof von Jerusalem ein Messerangriff verübt, bei dem ein Wachmann schwer verletzt wurde. Der Verdächtige ist Jassin Abu al-Qara’a (37) aus dem Dorf Wadi Farah in der Nähe von Nablus. Er hatte das Stadtgebiet von Jerusalem mit einem Passierschein betreten, den er für landwirtschaftliche Zwecke besaß. Seine Vernehmung ergab, dass er den Angriff alleine, ohne andere Beteiligte, geplant und ausgeführt hatte. Hintergrund für seinen Angriff war, dass er von der Aufstachelung im Internet beeinflusst worden war, nachdem Jerusalem von den USA als Hauptstadt Israels anerkannt worden war. Seine Vernehmung ergab zudem, dass er vor dem Angriff ein Testament geschrieben hatte, dessen Wortlaut er aus Texten von Märtyrern, die in Lehrbüchern von Schulen in der Palästinensischen Autonomiebehörde erscheinen, abgeschrieben hatte (Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Schin Bet, 28. Dezember 2017).[1]

Die Aufdeckung einer Terroristenzelle, die Terroranschläge in Judäa und Samaria plante

Israelische Sicherheitskräfte nahmen im November 20017 fünf Palästinenser in Judäa und Samaria festgenommen. Diese waren Mitglieder einer Terrorzelle, die unter der Führung eines Hamas-Aktivisten aus dem Gazastreifen geplant hatte, Terroranschläge durchzuführen. Im Laufe ihrer Vernehmung stellte sich heraus, dass der Anführer der Zelle Abdallah ‚Arar war, ein Hamas-Aktivist, der an der Entführung des getöteten Sasson Nuriel s. A. beteiligt gewesen war.[2] Er wurde im Rahmen des „Schalit-Deals“ in den Gazastreifen deportiert, kehrte allerdings zu terroristischen Aktivitäten zurück. Dem Verdacht nach beauftragte ‚Arar Ala’a Salim, ein Bewohner des Dorfes Dschaba (hebr. Geva, nördlich von Jerusalem), eine Zelle zu gründen und ein M16-Gewehr zu erwerben, um einen Angriff zu verüben. Für diesen Zweck überwieser ihm sogar Geld. Ala’a Salim wandte sich an Rijan Tawam, der ebenfalls in Dschaba wohnte, und bat ihn, ihm beim Kauf eines Gewehrs zu helfen. Er überwies ihm sogar Tausende von Schekeln. Er wandte sich auch an Schahadeh Tawam und bat ihn, ihm bei der Rekrutierung von Aktivisten zu helfen. Zudem wandte er sich an Mahmud Abu ‚Arkub, einem Hamas-Aktivisten, der in a-Ram wohnte, und bat ihn darum, der Zelle beizutreten (Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Schin Bet, 1. Januar 2018).

Demonstrationen und Ausschreitungen

Während der vergangenen Woche setzten sich die Unruhen und Demonstrationen in Judäa, Samaria, Jerusalem und dem Gazastreifen aus Protest gegen Trumps Erklärung der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA fort, selbst wenn ein beträchtlicher Rückgangstrend der Teilnahme an diesen Ereignissen zu verzeichnen ist. In Judäa, Samaria und Jerusalem fanden die Ereignisse, die nach Ende der Freitagsgebete gipfelten, an mehreren Standorten statt. Dabei nahmen Mehrere tausend Demonstranten teil. Bei Zusammenstößen mit den israelischen Sicherheitskräften wurden einige Dutzende von Palästinensern verletzt.

Im Gazastreifen protestierten am Freitag einige Tausende Demonstranten an etwa zwanzig Orten in der Nähe der Grenze zu Israel. Die Demonstranten warfen Steine und Molotowcocktails und setzten Autoreifen in Brand. Die IDF reagierte mit Feuer und CRC-Maßnahmen, um die Demonstranten zu zerstreuen. Aschraf al-Kidra, Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza-Stadt, berichtete, dass es bei den Zusammenstößen etwa fünfzig Verletzte gegeben habe (Facebook-Seite von Aschraf al-Kidra, 29. Dezember 2017). Bei den Auseinandersetzungen an der Grenze zu Israel östlich des Flüchtlingslagers al-Buredsch wurde Dschamal Muhammad Mushalh an der Brust verletzt und starb am 30. Dezember 2017. Mushalh war vermutlich ein Aktivist in der Fatah (Facebook-Seite von QUDSN, 30. Dezember 2017).

Gleichzeitig wurden das Werfen von Steinen und Molotow-Cocktails auf die Sicherheitskräfte und die zivilen Zielen weitergeführt. Bei Anti-Terror-Aktivitäten, die die israelischen Sicherheitskräfte in ganz Judäa und Samaria durchführten, wurden Terrorverdächtige festgenommen und Waffen sowie Drehmaschinen zur Herstellung von Waffen ergriffen.

Im Folgenden einige weitere nennenswerte Ereignisse:

  • Am 30. Dezember 2017 wurden Steine auf israelische Sicherheitskräfte geworfen, die in Issawija (Ost-Jerusalem) operierten. Ein Kämpfer der Grenzpolizei wurde dabei leicht verletzt und in ein Krankenhaus evakuiert (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 30. Dezember 2017).
  • Am 30. Dezember 2017 wurde eine Rohrbombe auf israelische Sicherheitskräfte in al-Bireh (nahe Ramallah) geworfen. Es gab keine Verletzten (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 30. Dezember 2017).
  • Am 29. Dezember 2017 wurden zwei Palästinenser, die die israelischen Sicherheitskräfte in al-Arow (Gusch Etzion) mit Steinen bewarfen, durch das Feuer der Sicherheitskräfte verletzt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 29. Dezember 2017).
  • Am 29. Dezember 2017 wurde eine Rohrbombe auf israelische Sicherheitskräfte in der Nähe der Kleinstadt Ja’abad (nordwestlich von Samaria) geworfen. Es gab keine Verletzten (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 29. Dezember 2017).
  • Am 28. Dezember 2017 wurden Steine auf israelische Sicherheitskräfte in der Nähe von Nabi Saleh geworfen. Ein IDF-Soldat wurde dabei leicht verletzt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 28. Dezember 2017).

Der Raketenbeschuss

Am 1. Januar 2018 war eine Explosion in einer Siedlung im Regionalverband Eschkol zu hören. Die Polizei fand vor Ort die Überreste einer Rakete, die auf einem offenen Gelände in der Nähe der Siedlung abgestürzt war. Es gab keine Verletzten und es wurden keine Schäden verursacht. Als Reaktion darauf griffen Flugkörper der israelischen Luftwaffe einen Militärkomplex der Hamas im südlichen Gazastreifen an. Den palästinensischen Medien zufolge wurde im westlichen Khan Junis ein Marineposten der Hamas angegriffen (al-Quds Satellitenkanal, 2. Januar 2018).

Am 29. Dezember 2017 wurden drei Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. Die Salve wurde in die Nähe einer Personenmenge abgefeuert, die sich am Geburtstag des getöteten Soldaten Oron Schaul, dessen Leichnam unter Umständen immer noch von der Hamas zurückgehalten wird, an der Grenze des Gazastreifens versammelt hatte. Zwei Mörsergranaten wurden vom „Iron Dome“-System abgefangen, während eine weitere Mörsergranate im Gebiet einer Siedlung im Regionalverband Scha’ar HaNegev abstürzte und ein Gebäude beschädigte.

Als Reaktion darauf griffen Flugkörper der israelischen Luftwaffe zwei Hamas-Stellungen im nördlichen Gazastreifen an (IDF-Sprecher, 29. Dezember 2017). Palästinensischen Medien zufolge wurde ein Posten der „Zurückhaltungskraft“ im Stadtteil al-Schadschaija getroffen. Es gab keine Verletzten (Palinfo, 29. Dezember 2017). Am 30. Dezember 2017 wurde ein weiterer Luftangriff auf einen Beobachtungsposten der Hamas im südlichen Gazastreifen durchgeführt (IDF-Sprecher, 30. Dezember 2017). Die palästinensischen Medien berichteten, dass ein Beobachtungsposten im Osten von Rafah angegriffen wurde (Twitter-Account von Adschel aus Palästina, 30. Dezember 2010).

Quelle: Meir Amit Informationszentrum über Geheimdienste und Terrorismus

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Von am 07/01/2018. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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