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Türkisches Spielzeugmuseum zeigt Puppe mit Haar von Holocaust-Opfern

Zu den im türkischen Anatolian Spielzeugmuseum ausgestellten Gegenständen gehört eine 78 Jahre alte Puppe, die mit den Haaren eines unbekannten jüdischen Mädchens hergestellt wurde, das während des Holocaust in Auschwitz ermordet wurde.

Während im Anatolian Toy Museum über 13.000 Spielzeuge und andere Gegenstände ausgestellt sind, erweckt eine kleine Babypuppe die mehr als sieben Jahrzehnte alt ist, in dem kleinen Museum in der Türkei internationale Aufmerksamkeit, da sie mit den schrecklichen Kriegsverbrechen der Nazis im Zweiten Weltkrieg verbunden ist.

Eine in Deutschland hergestellte Puppe mit den Haaren eines Holocaust-Opfers, die in einem türkischen Spielzeugmuseum ausgestellt wird. Foto: screenshot

Die Puppe war kürzlich Gegenstand der Berichterstattung der türkischen Nachrichtenagentur DHA, in welcher der Museumsdirektor Emrah Ünlüsoy zitiert wurde, der die Geschichte des Artefakts erläuterte.

Die Agentur zitierte Ünlüsoy mit den Worten: „Bevor Mädchen [von den Nazis] getötet wurden, wurden ihnen die Haare abgeschnitten und für die für deutsche Kinder produzierten Puppen verwendet“, einschließlich der Puppe in der Sammlung des Museums.

Jüdische Besucher sind laut DHA vom Anblick der Puppe zu Tränen gerührt worden. Beamte einer jüdischen „Zivilgesellschaftsorganisation“ erhielten Berichten zufolge im November 2017 die Erlaubnis, eine Haarprobe für DNA-Tests zu entnehmen, mit der sie hofften, Mitglieder der Familie des Mädchens zu finden.

Zu dieser Zeit befand sich die Puppe, die Berichten zufolge von einem deutschen Kurator gekauft wurde, in einer Glasvitrine im türkischen Museum.

Die Nachricht von der Puppe erschien dieses Jahr im Vorfeld des Holocaust-Gedenktags in Israel, an dem die Nation um den Tod von 6 Millionen Juden trauert, die während der brutalen Herrschaft der Nazis in Europa umkamen.

In den Konzentrationslagern der Nazis wurden während des Holocaust jüdischen Männern, Frauen und Kindern die Wertgegenstände abgenommen und die Köpfe rasiert, bevor sie in den Tod geschickt wurden.

In Lagern wie Auschwitz sind bis heute Artefakte, darunter auch menschliche Haare, als abschreckende Erinnerung an die „Endlösung“ der Vernichtung der Juden zu sehen.

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Von am 06/05/2019. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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