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Abbas nennt Schliessung des Tempelberg ‚Kriegserklärung‘

Israel hat den Tempelberg im Zuge der versuchten Ermordung eines israelischen Aktivisten, für muslimische und jüdische Gläubige, sowie für nichtjüdische Besucher geschlossen.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nannte die Schließung der heiligen Stätte am Donnerstagmorgen, Stunden nachdem der Tempelberg Aktivist Rabbi Yehuda Glick in Jerusalem angeschossen wurde, eine „Kriegserklärung.“

„Diese gefährliche israelische Eskalation ist eine Kriegserklärung an das palästinensische Volk und seine heiligen Stätten, sowie gegen die arabischen und islamischen Nationen“, sagte Abbas, nach Angaben seines Sprechers, Nabil Abu Rudeina.

Glick, der auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde bei einem Attentat am Mittwochabend in die Brust und Magen geschossen und dabei schwer verletzt. Er wurde in ernstem Zustand in das Shaarey Zedek Medical Center in Jerusalem eingeliefert, wo er sofort notoperiert wurde. Jonathan Halevy, der Generaldirektor des Shaare Zedek sagte am Donnerstag, dass Glick am Leben aber immer noch in Gefahr wäre.

Der Angreifer konnte auf einem Motorrad fliehen, wurde aber später von der Polizei als Muataz Hijazi, ein Mitglied einer Islamischen Jihad Terrorgruppe, identifiziert. Er wurde am Donnerstagmorgen bei einem Schusswechsel mit der Polizei in seinem Haus in Ostjerusalem getötet.

Israels Verteidigungsminister Moshe Yaalon sagte am Donnerstag, dass Abbas wiederholte Erklärungen das Juden keinen Anspruch auf den Tempelberg haben, zu dem Anschlag führte.

„Das Attentat auf Yehuda Glick ist ein weiterer ernsthafter Vorfall, der durch die palästinensische Hetze gegen Juden und gegen den Staat Israel ausgelöst wurde“, sagte Yaalon. „Wenn Abu Mazen [Abbas] Lügen und Hass über die Rechte der Juden in ihrem eigenen Land verbreitet, führt dies zu dem Terror, den wir gestern gesehen haben.“

Ministerpräsident Netanyahu, tadelte auch die internationale Gemeinschaft für ihr Schweigen über die Frage des Tempelberges. In einer Erklärung, wünschte er Glick eine vollständige Genesung.

„Vor ein paar Tagen habe ich gesagt, dass wir einer Welle der Hetze durch radikal-islamische Elemente und durch den Vorsitzenden der Palästinenserbehörde Abu Mazen ausgesetzt sind, der sagte, dass die Juden mit allen Mitteln am Betreten des Tempelberg gehindert werden müssen.“

Ich habe von der internationalen Gemeinschaft noch nicht ein Wort der Verurteilung für diese Bemerkungen gehört“, sagte Netanyahu. „Die internationale Gemeinschaft muss mit ihrer Heuchelei aufhören und Maßnahmen gegen diejenigen Anstifter ergreifen, die den Status quo zu ändern versuchen.“

Gleichzeitig rief Netanyahu zur Zurückhaltung von Aktivitäten auf beiden Seiten auf.

Der Knesset-Abgeordnete Moshe Feiglin, von der Likud-Partei, wurde am Donnerstagmorgen von der Polizei am Betreten des Tempelbergs gehindert. Nach dem Attentat auf Glick, hatte Feiglin zu einem jüdischen Marsch auf den Tempelberg aufgerufen.

Mehrere Aktivisten/innen begleiteten Feiglin am Donnerstagmorgen bis an den Eingang zum Tempelberg, wo sie ihr Morgengebet durchführten. „Der Attentäter hat sein Ziel erreicht. Es sind keine Juden auf dem Tempelberg“, sagte Feiglin.

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 30/10/2014. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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