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Türkei droht Europa mit Glaubenskrieg und Rutte knickt ein

Der Größenwahn der Türkei die auf die Zahlungen der Europäischen Union angewiesen ist, ist nahezu grenzenlos.

Die Türkei erhält aus Brüssel jährlich 5 Milliarden Euro sogenannter „Heranführungshilfe“ an die EU, darüber hinaus hat die Europäische Union mittlerweile gut 2,2 Milliarden der zugesagten drei Milliarden Euro Hilfe für Flüchtlinge in der Türkei gezahlt. Von der Deutschen Regierung allein, erhält die Türkei jährlich „Entwicklungshilfe“, die im Jahr 2016 von 36 Millionen auf 50 Millionen Euro aufgestockt wurde.

Sultan Erdogan freut sich zwar über die Unterstützung von den „radikalen Rassisten“, „Nazis“ und „Ungläubigen“, wie er die Bürger der EU nennt, dennoch hält es ihn nicht davon ab, die Europäer ohne deren Hilfe sein Land längst pleite wäre, auf das übelste zu beschimpfen und zu bedrohen. Jetzt hat der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in typisch türkischer Megalomanie vor einem Glaubenskrieg in Europa gewarnt.

„Ihr führt Europa einem Abgrund entgegen“, sagte Cavusoglu im südtürkischen Antalya nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu vom Donnerstag. „Bald könnten in Europa auch Religionskriege beginnen, und sie werden beginnen.“

Europa werde schon lernen, wie man mit der Türkei umzugehen habe, sagte Cavusoglu weiter. Ansonsten werde die Türkei es Europa beibringen.

„Ihr werdet von Eurem befehlenden Diskurs absehen. Die Türkei befiehlt Euch das“, sagte er. Die Türkei sei die „Umma“, die weltweite Gemeinschaft von „zwei Milliarden“ Muslimen. „Deshalb könnt Ihr mit der Türkei nicht im Befehlston sprechen. Ihr müsst anständig reden, Ihr könnt uns nur um etwas bitten.“

Die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU sind wegen der Absage von Wahlkampfauftritten türkischer Minister angespannt. Insbesondere nachdem die Niederlande am Wochenende, einen Auftritt der türkischen Familienministerin Fatma Betül Sayan Kaya in Rotterdam verhinderten, was zu schweren Tumulten von Erdogans 5. Kolonne führte.

Daraufhin kündigte Istanbul die Städtepartnerschaft mit Rotterdam auf und toppte dies noch mit einem Glanzstück politischer Lächerlichkeit und diplomatischer Dummheit: Der türkische Fleischverband weist holländische Kühe aus und schickt sie zurück in ihre niederländische Heimat.

Eine Lieferung von 40 Kühen sei symbolisch in die Niederlande zurückgesendet worden, sagte Verbandschef Bülent Tunc der Nachrichtenagentur Anadolu. „Die erste Gruppe Holsteiner ist verladen worden und wird zurückgeschickt“, sagte Bülent Tunc vom Züchterverband. „In Zukunft wollen wir keine Tierprodukte mehr aus Holland, die Türkei wird in Zukunft eigene Kühe züchten.“

Und was tut der niederländische Ministerpräsidenten Mark Rutte, der gestern knapp als Sieger aus den Parlantswahlen hervorging? Er schlägt nach der Wahl „versöhnlichere Töne“ gegenüber der Türkei an. „Wir würden die Spannungen gerne abbauen“, sagte Hollands Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert am Mittwochabend in Den Haag.

Rutte der kurz vor den Wahlen noch den „starken Mann“ gespielt hatte wird derzeit vorgeworfen den Streit eskaliert zu haben, um keine Wählerstimmen an die Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders zu verlieren.

Hennis-Plasschaert wies solche Vorwürfe am Mittwochabend zurück und sagte: „Wir mussten eine rote Linie ziehen. Das hatte nichts mit den Wahlen zu tun.“

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Von am 16/03/2017. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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