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Abbas setzt den USA Bedingungen für Friedensgespräche

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, hat seine Bedingungen für die Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit den Vereinigten Staaten am Donnerstag dargelegt.

Abbas sagte an die Trump-Administration gerichtet: „Sie erkennen die Vision zweier Staaten an und erkennen an, dass Ostjerusalem besetztes Land ist und dass die internationale Legitimität die Grundlage eines jeden Dialogs ist. Wenn Sie mir diese Worte sagen oder mir diese Worte auf ein kleines Stück Papier schicken, werden Sie mich am nächsten Tag im Weißen Haus vorfinden. Wir haben die Tür zu Amerika nicht geschlossen, sondern nur angelehnt gelassen.“

US-Präsident Donald Trump hat von Beginn seiner Amtszeit an vermieden, sich zu einer Zwei-Staaten-Lösung zu verpflichten. Dies und die anderen Bestimmungen, werden wahrscheinlich eine Erneuerung der Kontakte zwischen Washington und Ramallah zu diesem Zeitpunkt ausschließen.

Abbas Äußerungen kamen im Rahmen einer weiteren Kanonade von Schimpfworten gegen die Bahrain-Konferenz in der Hauptstadt Manama, die letzte Woche abgeschlossen wurde und die Abbas als „große Lüge“ anprangerte.

„Natürlich begann Manama mit einer Rede von [Jared] Kushner und endete mit einer Rede von Kushner. Wenn jemand versteht, was noch passiert ist, bitte ich Sie mich zu informieren, weil ich nicht verstanden habe, dass dort etwas passiert ist. Das ist alles, was dabei herausgekommen ist“, sagte Abbas in einer Rede vor arabischen und palästinensischen Journalisten in Ramallah.

„Es kam und ging wie es endete. Einige Araber nahmen daran teil, andere nicht. Einige Europäer haben teilgenommen, andere nicht. Es ist eine große Lüge, die Kushner und andere erfunden haben, um die Leute zum Narren zu machen. Niemand macht uns zum Narren“, fügte Abbas hinzu.

Ein paar Stunden zuvor, am Donnerstag, sagte Kushner gegenüber Reportern in einer telefonischen Besprechung, dass er Präsident Abbas trotz des Boykotts der US-Beamten und diplomatischen Initiativen durch die PA persönlich weiterhin „sehr gern“ habe.

Das hätte die Tür für eine Aussöhnung öffnen sollen, aber Kushners Äußerungen zum Kernthema der palästinensischen Flüchtlinge und ihrer Nachkommen, hatten wahrscheinlich den gegenteiligen Effekt. Kushner sagte, dass der US-Friedensplan die Integration der Palästinenser in arabische Länder fördern soll, in denen sie sich jetzt aufhalten, anstatt ein „Rückkehrrecht“ für Millionen von Palästinensern nach Israel zu billigen, dem Israel nicht zustimmen kann.

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Von am 05/07/2019. Abgelegt unter Welt. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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