Abonnieren

  • Subscribe via Email
  • Facebook
  • Twitter

Belgischer Schriftsteller: „Gott gab den Juden so eine hässliche Nase“

Die israelische Botschaft und eine führende jüdische Organisation in Belgien haben sich der wachsenden Kritik an einer antisemitischen Kolumne angeschlossen, die von einem bekannten belgischen Schriftsteller verfasst wurde.

Belgischer Antisemit Dimitri Verhulst.

Dimitri Verhulst schrieb am 27. Juli in der linken Zeitung De Morgen: „Jüdisch zu sein ist keine Religion, kein Gott würde Kreaturen eine so hässliche Nase geben.“

Er sagte auch: „Weil Gott seine Favoriten hat und sie ihre Privilegien haben, wurden Palästinenser 1948 aus ihren Häusern vertrieben, um einen Platz für Gottes Favoriten zu schaffen.“ Er behauptete weiter: „Mit den Auserwählten darüber zu sprechen ist schwierig.“

Die israelische Botschaft im Belgien twitterte am Montag, dass sie „zutiefst schockiert war, als die Tageszeitung @demorgen einen Artikel über antisemitische Klischees von Dimitri Verhulst veröffentlichte“. „Dieser # Antisémitisme ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“, fügte die Botschaft hinzu.

Die Zeitung De Morgen selbst berichtete, dass das Forum der Joodse Organisaties (FJO), das die Juden von Antwerpen und Umgebung vertritt, dass Verhulsts Aussage „direkt auf das gesamte jüdische Volk antisemitisch abzielt“.

„Dies ist ein Schritt zu weit“, sagte Hans Knoop von der FJO. „Kritik an Israel ist legitim. Jeder kann Israel kritisieren. Wie weit man dabei kommen kann, ist subjektiv. Aber bei Dimitri Verhulst ist klar: Er zielt auf das jüdische Volk als ganzes ab. “

„Er spricht über uns als das auserwählte Volk und seiner Ansicht nach führen seine Worte zu der Anschuldigung, dass Juden Palästinenser ausweisen und andere Menschen unterdrücken. Dies sind Anschuldigungen, die sich nicht auf die Politik des Staates Israel konzentrieren, sondern auf die Juden als Volk und damit eine Grenze überschreiten“, fügte er hinzu.

Die FJO unterstützte eine Strafanzeige gegen Verhulst mit den Worten: „Die Grenze in Bezug auf die Meinungsfreiheit ist in Europa sehr deutlich angegeben. Aber die Grenzen der Meinungsfreiheit sind eingeschränkt und daher nicht absolut. Auch Dimitri Verhulst muss die Grenzen der Meinungsfreiheit einhalten.“

„Was er getan hat, die Juden als Volk zu beleidigen, ist einfach antisemitisch“, sagte Knoop. „Und damit denken wir, dass eine Grenze überschritten wurde.“

Der Oberrabbiner der Niederlande, Binyomin Jacobs, hat auch die Aussagen von Verhulst scharf kritisiert und sie als „reinen Antisemitismus“ bezeichnet.

 Zum NEWSLETTER anmelden
Bestellen Sie den Newsletter der Israel Nachrichten kostenlos per E-Mail und verpassen keine Top-Story mehr. Melden Sie sich HIER an.

Copyright (c) Israel Nachrichten Ltd. 2012-2019.
Eine Vervielfältigung oder Speicherung in Datenbanken oder in anderer Form ist ohne Genehmigung des Verlages untersagt.
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

Unterstützen Sie die ISRAEL NACHRICHTEN

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Förderspende. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und das Erscheinen der Zeitung zu sichern.
Klicken Sie für Informationen zur Fördermitgliedschaft Hier…

Von am 07/08/2019. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
Leserkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wie in einer Demokratie ueblich achten wir die Freiheit der Rede behalten uns aber vor, Kommentare nicht, gekuerzt oder in Auszuegen zu veroeffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht beruecksichtigt.