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Papst Franziskus ist besorgt über Gefahr eines Religionskrieges im Nahen Osten

Papst Franziskus sagte in einem Interview mit dem israelischen Nachrichtenportal Ynet, er verfolge mit Besorgnis die Ereignisse in Israel und warnt vor einem Religionskrieg: „Ich verurteile alle Gewalt im Namen Gottes“, sagt er.

In seinem ersten umfassenden Interview mit den israelischen Medien, appelliert der Papst an Israelis und Palästinenser „dem Hass ein Ende zu setzen.“

Dies sind schwierige Tage für Franziskus. Er ist besorgt über die Lage in Jerusalem, ist in Sorge um das Schicksal der Christen im Irak und Syrien, aber auch über die Zukunft Europas ist er besorgt.

„Ich verurteile jede Art von Gewalt im Namen Gottes“, sagt der Papst als er über das Massaker in der Synagoge in Jerusalem und dem Anstieg des Terrorismus in den letzten Wochen befragt wurde.

„Ich verfolge mit Sorge die Eskalation in Jerusalem und anderen Gemeinden im Heiligen Land, ich bete für die Opfer und appelliere aus der Tiefe meines Herzens an die Parteien, Hass und Gewalt ein Ende zu setzen“, sagt er. „Frieden zu stiften ist hart, aber ein Leben ohne Frieden ist ein Alptraum.“

In seinem ersten umfassenden Interview mit den israelischen Medien, dass an diesem Wochenende auf Ynet erscheint, sagt Franziskus, dass die christliche Minderheit in den vom Islamischen Staat ISIS gehalten Gebieten, schlimmer ist als je zuvor.

„Im Irak zum Beispiel, verüben Verbrecher barbarische Akte, die unbeschreiblich sind. Die Christenverfolgung von heute, ist ernster als in den frühen Tagen der Kirche“, sagt er.

„Die Schreie der Christen, Yeziden und anderer ethnischen Gemeinschaften fordern einen klaren und mutigen Beistand sowohl von religiösen Führern, insbesondere Muslimen und Politikern.“

Papst Franziskus, der spirituelle Führer von 1,2 Milliarden Gläubigen verurteilt auch den Antisemitismus in klaren Worten.

„Der Antisemitismus ist eine Sünde“, sagt er unter Hervorhebung, dass Jesus als Jude geboren wurde und starb. „Man kann kein wahrer Christ sein, wenn man seine jüdischen Wurzeln nicht anerkennt. Die Menschen müssen immer daran denken, dass das Christentum vom Judentum entstammt.“

Der Papst hatte seinen ersten offiziellen Besuch des Heiligen Landes zu Beginn dieses Jahres absolviert, er traf sich mit politischen und religiösen Führer in Jerusalem und Bethlehem.

Franziskus ist ein herzlicher Mensch, voller Geschichten und Anekdoten. Er ist ein leidenschaftlicher Fußballfan, der immer ein Foto von seiner Lieblingsmannschaft – dem argentinische Team San Lorenzo – in der Tasche trägt. Es ist kein Wunder, dass er laut Umfragen, die beliebteste Persönlichkeit in der heutigen Welt ist.

Sein Sinn für Humor zeigt sich auch, wenn er über die besondere Beziehung zwischen Judentum und Christentum spricht.

Im Gespräch mit Geistlichen liebt er es eine Geschichte zu erzählen, die von einer Gruppe antisemitischer Priester handelt, die in einem Raum in dem ein Bild von Jesus und Maria an der Wand hängt gegen die Juden reden:

„Und dann plötzlich, schritt Jesus aus dem Bild heraus und sagte zu Maria: Mama, lass uns gehen, sie mögen uns hier auch nicht.“

Das komplette Interview erscheint über das Wochenende auf der Websit von Ynet, in englischer Sprache.

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Von am 28/11/2014. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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