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Kritik an Netanyahus Aussage der Mufti von Jerusalem ist für den Holocaust verantwortlich

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ist in die Kritik geraten weil er gesagt hatte, der Mufti von Jerusalem habe bei einem Treffen im Jahr 1941 Hitler auf die Idee gebracht, die Juden auszurotten.

Netanyahu machte seine Bemerkungen über den Mufti Mohammed Amin al-Husseini, am Dienstagabend in einer Rede vor dem Zionistenkongress in Jerusalem.

„Hitler wollte zu der Zeit die Juden nicht vernichten; er wollte die Juden vertreiben. Und Mohammed Amin al-Husseini sagte zu Hitler: „Wenn Sie sie vertreiben, dann werden sie alle hierher [Palestina] kommen“, sagte Netanyahu. „Hitler fragte Husseini, was man mit den Juden tun sollte, darauf sagte der Mufti dem Nazi-Führer: Verbrennt sie.“

Hadsch Amin el-Husseini und Adolf Hitler. Foto: Archiv/RvAmeln.

Hadsch Amin el-Husseini und Adolf Hitler. Foto: Archiv/RvAmeln.

Netanyahu fügte hinzu, dass der Mufti wegen Kriegsverbrechen in den Nürnberger Prozessen angeklagt werden sollte, „weil er eine zentrale Rolle bei der Endlösung hatte.“

Auch israelische Politiker kritisieren Netanyahu wegen seiner Ausführungen und sagen, er würde die Geschichte verzerren und den Arabern und nicht Hitler die Schuld für die Endlösung geben.

„Der Sohn eines Historikers müsste genau über die Geschichte bescheid wissen“, schrieb Isaac Herzog, der israelische Oppositionsführer, in einer Erklärung auf seiner Facebook-Seite. „Das ist eine gefährliche Verzerrung der Geschichte und ich verlange, dass Netanyahu diese sofort richtigstellt, er verharmlost damit den Holocaust.“

Hitlers Pläne für die Endlösung, wurden vor seinem Treffen mit dem Mufti im Jahr 1941 gefasst, sagen Holocaust Historiker. Hitler bezeichnete in seinem 1925 veröffentlichten Buch „Mein Kampf“ den Juden als Hauptfeind indem er die Juden als, „(…) Parasit, im Körper anderer Völker“ beschrieb.

Der Führer der Arabischen Gemeinsamen Liste, Ayman Odeh sagte, „Netanyahu versucht die Geschichte umzuschreiben, um gegen das palästinensische Volk zu hetzen“ und PLO-Generalsekretär Saeb Erekat sagte in einer Erklärung, „Netanyahu hasst Palästinenser so sehr, dass er bereit ist, Hitler von der Ermordung von 6 Millionen Juden zu entbinden.“

Am Mittwoch, versuchte Netanyahu seine Wortwahl zu erklären.

„Meine Absicht war nicht, Hitler von seiner Verantwortung freizusprechen, sondern zu zeigen, dass die Vorfahren der palästinensischen Nation, ohne Land und ohne die sogenannte Besatzung und ohne jüdische Siedlungen, auch damals schon in systematischer Hetze die Ausrottung der Juden anstrebten“, sagte Netanyahu in einer Erklärung.

„Hitler war für die Endlösung und die Ermordung von 6 Millionen Juden verantwortlich. Er traf die Entscheidung. Ebenso ist es absurd, die Rolle die der Mufti spielte zu ignorieren. Mohammed Amin al-Husseini, war ein Kriegsverbrecher, der Hitler, Ribbentrop, Himmler und andere dazu drängte, das europäische Judentum zu vernichten.“

Die deutsche Regierung hat sich am Mittwoch auch auf Netanyahus Äußerungen bezogen indem Regierungssprecher Seibert sagte: „Ich kann für die Bundesregierung sagen, dass wir Deutsche insgesamt die Entstehungsgeschichte des mörderischen Rassenwahns der Nationalsozialisten, der in den Zivilisationsbruch der Shoah führte, sehr genau kennen. (…) Ich sehe keinen Grund, dass wir unser Geschichtsbild in irgendeiner Weise ändern. Wir wissen um die ureigene deutsche Verantwortung an diesen Menschheitsverbrechen.“

Am Mittwoch reiste Netanyahu nach Deutschland und traf sich dort mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

 

Von am 22/10/2015. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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