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Amerikanischer Soldat erhält die Auszeichnung „Gerechter unter den Völkern“

Zum ersten Mal wurde ein amerikanischer Soldat, als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

Der verstorbene Unteroffizier der US-Armee, Roddie Edmonds, wurde wegen der Rettung jüdischer Soldaten in einem Kriegsgefangenenlager in Deutschland im Januar 1945 geehrt, wie Yad Vashem in der Bekanntgabe der Auszeichnung am Mittwoch mitteilte.

Master Sgt. Roddie Edmonds. Foto: US-Archiv

Master Sgt. Roddie Edmonds. Foto: US-Archiv

Edmonds, stammte aus Knoxville in Tennessee und starb im Jahr 1985.

Er wird einer von nur fünf Amerikanern, die als rechtschaffene Nichtjuden von Yad Vashem anerkannt sind. Die anderen sind Varian Fry, Waitstill und Martha Sharp und Lois Gunden.

Mehr als 26.000 Menschen, haben bisher den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ erhalten. Edmonds, wird nun in den USA auch für eine Ehrenmedaille des Kongresses vorgeschlagen, berichtet Associated Press.

„Master Sgt. Roddie Edmonds schien ein gewöhnlicher amerikanischer Soldat zu sein, aber er hatte einen außergewöhnlichen Sinn für Verantwortung und Engagement für seine Mitmenschen“, sagte der Vorsitzende von Yad Vashem, Avner Shalev. „Diese Attribute bilden den roten Faden, der die Mitglieder dieser ausgewählten Gruppe von Gerechten unter den Völkern verbindet. Die Entscheidungen und Handlungen von Meister Sgt. Edmonds, sind ein Vorbild für alle amerikanischen Soldaten, die vereint standen um das barbarische Böse der Nazis zu bekämpften.“

Edmonds, wurde während der Ardennenoffensive von den Deutschen gefangen genommen. Im Januar 1945 kündigten die Deutschen an, dass alle jüdischen Kriegsgefangenen im Lager Stalag IX A, am nächsten Morgen aussortiert werden sollten, wahrscheinlich, um in die Nazi-Vernichtungslager deportiert oder ermordet zu werden.

Als ranghöchster Soldat in der amerikanischen Sektion des Lagers, befahl Edmonds allen seinen Männern, am nächsten Morgen herauszutreten – Juden und Nichtjuden. Als der deutsche Lagerkommandant sah, dass alle Insassen des Lagers vor ihren Baracken standen, wandte er sich an Edmonds und rief: „Ihr könnt doch nicht alle Juden sein?“ Edmonds antwortete: „Wir sind alle Juden!“

Der Lagerkommandant zog seine Pistole und drohte Edmonds zu erschießen, der sagte dem Deutschen:

„Wenn Sie mich erschießen, müssen Sie alle von uns zu erschießen und nach dem Krieg, werden Sie für Kriegsverbrechen angeklagt werden.“ Draufhin, drehte sich der Lager-Kommandant um und ging.

Einer der jüdischen Kriegsgefangenen der US-Armee, Paul Stern, erzählte den Vorfall dem Yad Vashem. Er erinnerte an Master Sgt. Roddie Edmonds und sagte mit bebender Stimme: „Obwohl 70 Jahre vergangen sind, kann Ich immer noch die Worte hören, die Edmonds zu dem deutschen Lagerkommandanten sagte.“

Lester Tanner, ein anderer jüdischer US-Soldat, der in der Ardennenschlacht gefangen genommen wurde, sagte Yad Vashem, dass an dem Tag mehr als 1000 US-Soldaten vor den Baracken des Lager standen.

„Es war für mich oder für Master-Sgt. Edmonds keine Frage, daß die Deutschen die jüdischen Häftlinge aus der Gruppe der Kriegsgefangenen entfernen würden. Wir lebten deshalb in ständiger Gefahr“, sagte Tanner. „Master Sgt. Edmonds, hat auch auf die Gefahr hin sofort getötet zu werden, den Deutschen getrotzt. Mit den unerwarteten Folgen, dass die jüdischen Kriegsgefangenen gerettet wurden.“

Master-Sgt. Edmonds Sohn, Pastor Chris Edmonds, der eine Baptistengemeinde in Maryville, Tennessee leitet, befindet sich derzeit in Israel. Er nimmt an einem Seminar der Internationalen Schule für Holocaust-Studien von Yad Vashem teil, dass für christliche Geistliche gesponsert wird.

 

Von am 02/12/2015. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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