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Studie: Associated Press kooperierte formal mit Hitlers Nazi-Regime

Die Nachrichtenagentur Associated Press kooperierte formal mit Hitlers Naziregime und verbreitete Material, das vom Propagandaministerium der Nazis produziert wurde, berichtet ein deutscher Historiker in einer neuen Studie.

Die AP war die einzige internationale Nachrichtenagentur die in Deutschland ihre Arbeit fortgesetzt hat, bis die Vereinigten Staaten im Jahr 1941 in den Zweiten Weltkrieg eintraten, berichtet die Zeitung The Guardian.

Der Historiker Harriet Scharnberg, zeigt in einem Artikel in deutscher Sprache in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Studies in Contemporary History“ auf, dass die AP in der Lage war wegen ihrer Zwei-Wege-Zusammenarbeit mit dem NS-Regime in Deutschland zu bleiben.

Die AP stimmte auch dem Schriftleitergesetz zu, unter dem vereinbart wurde kein Material zu veröffentlichen, dass „die Stärke des Reiches im In- und Ausland schwächen“ könnte.

Unter dieser Kooperation stellte die AP Reporter und Fotografen ein, die auch für das NS-Propagandaministerium arbeiteten. Darüberhinaus erlaubte der Nachrichtendienst den Nazis auch, seine Fotoarchive zu verwenden, um antisemitische Propaganda zu verbreiten.

Scharnberg, Historiker an der Hallenser Martin-Luther-Universität argumentiert, dass die Zusammenarbeit von Associated Press mit dem Hitler-Regime es den Nazis erlaubte, „einen Vernichtungskrieg als konventionellen Krieg darzustellen“, so The Guardian.

„Da wir diese Angelegenheit erforschen lehnt Associated Press jede Vorstellung ab, dass sie absichtlich mit dem NS-Regime „zusammengearbeitet“ hat. Eine genaue Charakterisierung ist, dass die AP und andere ausländische Nachrichtenorganisationen starkem Druck von Seiten des NS-Regime ausgesetzt waren, in der Zeit von Hitlers Machtantritt im Jahr 1932, bis zur Vertreibung aus Deutschland im Jahre 1941. Das AP-Management widerstand dem Druck, weil es objektive Nachrichten in einer dunklen und gefährlichen Zeit sammelte“, sagte ein Sprecher von Associated Press der Zeitung The Guardian.

 

Von am 30/03/2016. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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