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Deutschland: Neue Bildungsakzente in der Gedenkstättenarbeit

Kulturstaatsministerin Grütters fördert Projekte zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des SED-Unrechts

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat heute über die diesjährigen Förderanträge nach der Gedenkstättenkonzeption des Bundes entschieden. Auf Vorschlag des fachlich beratenden Expertengremiums konnte sie sieben beantragten Projekten die Bundesförderung in Aussicht stellen. Davon profitieren Einrichtungen in den Bereichen der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des SED-Unrechts.

Die Staatsministerin zeigt sich erfreut über die vielgestaltigen Projektanträge, die insbesondere im Bildungsbereich neue Akzente setzen und deutlich zeigen, dass sich die Gedenkstättenarbeit einer großen Nachfrage erfreut und innovative Zugänge zur Geschichte entwickelt: „Wenn Lern- und Erinnerungsorte dazu beitragen, dass wir alle – auch junge Deutsche, auch Deutsche mit ausländischen Wurzeln, auch Einwanderer – darin ein erschreckendes, mögliches Spiegelbild sehen, dann ist eine Menge erreicht. Denn wer das Vergangene als das wieder Mögliche erkennt, der sieht auch die Gegenwart mit anderen Augen – der schaut nicht weg, wo Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung heute an die Anfänge eines Weges erinnern, der damals in Krieg und Vernichtung geführt hat. Umso wichtiger sind gerade heute die Zeugnisse und die authentischen Gedenkorte aus dieser Zeit, um deren Erhalt sich Bund und Länder in Deutschland gemeinsam kümmern. Ich freue mich daher sehr, meine kontinuierliche Förderung dieser Arbeit für 2017 und die nachfolgenden Jahre weiter ausbauen zu können.“

Die Finanzierung der Projekte setzt sich aus einem Landes- und dem bis zu 50 Prozent des Gesamtvolumens umfassenden Bundesanteil zusammen. Folgende Vorhaben blicken dank der diesjährigen Entscheidung ihrer Realisierung entgegen:

  • Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn: Dauerausstellung im Außenbereich und Besucherleitsystem (Bundesanteil: 340.000 Euro)
  • Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz: Neue Dauerausstellung mit einem „Design für Alle“ (Bundesanteil: 988.000 Euro)
  • Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht in Osnabrück: Dauerausstellung zur Gestapostelle
    Osnabrück und des damit verbundenen Arbeitserziehungslagers (Bundesanteil: 564.000 Euro)
  • KZ-Gedenkstätte Ravensbrück: Herrichtung des südlichen Lagerareals (Bundesanteil: 350.000 Euro)
  • Anne-Frank-Zentrum Berlin: Neue Dauerausstellung (Bundesanteil: 269.000 Euro)
  • Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten: Wanderausstellung „Kinder im KZ Bergen-Belsen (Bundesanteil: 77.000 Euro).Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

 

Von am 06/12/2016. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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