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Österreich: Proteste gegen den Bau einer Fleischfabrik im ehemaligen NS-Arbeitslager

Pläne, eine Wurst- und Speckfabrik am Standort eines Zwangsarbeitslagers aus der NS-Zeit zu errichten, haben bei der Familie der ehemaligen Besitzer einen wunden Nerv getroffen.

Zwangsarbeiter in einem Nazi-Arbeitslager. Foto: Archiv

Der Standort in der westösterreichischen Gemeinde Haiming war einst die Heimat von Hunderten von Gefangenen, die von den Nazis gezwungen wurden, einen Damm für eine Wasserkraftanlage zu errichten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Lager zerstört und das Grundstück blieb ungenutzt, bis die Firma Tiwag, die das Grundstück besaß, es an Handyl Tirol, einem der größten Hersteller von Wurst- und Speckprodukten in Österreich, verkaufte.

Allerdings haben Pläne zum Bau der Fleischfabrik auf dem Gelände Proteste ausgelöst. Wie die Nachkommen der ehemaligen Grundbesitzer sagen, wurden sie von dem Nazi-Regime gezwungen das Land zu verkaufen und hätten nie eine fällige Entschädigung erhalten.

Der Fall in Österreich unterstreicht die Sensibilität bei der Nutzung von Grundstücken, die früher als Lager für Zwangsarbeiter und für die Vernichtung von Juden und anderen Menschen dienten, die das Naziregime für unerwünscht hielt.

 

Von am 21/02/2017. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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