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In Judäa und Samaria gibt es eine „Vertrauenskrise“ mit der Regierung

Führende Vertreter von Gemeinschaften in Judäa und Samaria sowie Familien die Angehörige bei Terroranschlägen in der Gegend verloren haben, gaben am Mittwoch eine Pressekonferenz um ihre Unzufriedenheit mit dem Tempo und dem Umfang der Unterstützung der Regierung für ihre Gemeinden zu äußern.

„Die Vertreter der großen Gemeinschaften in Judäa und Samaria forderten die Regierung auf, viel mehr zu tun, um den Gemeinden zu helfen“, sagte Yossi Dagan, der Vorsitzende des Regionalrats von Samaria.

Letzte Woche sagte Dagan, dass eine Ankündigung der Regierung, rund 3.800 Häuser in der Region zu bauen, wahrscheinlich nicht mehr als Regierungstaktik war. „Jede Wohneinheit die von der Zivilbehörde genehmigt wird, wird mindestens fünf Mal für diese Ankündigungen gezählt“, sagte er und fügte hinzu, dass der Plan „unvollständig“ sei, weil er keine Finanzierung für den Bau eines versprochenen Industriegebiets in Samaria beinhaltet und es auch kein Geld für Umgehungsstraßen gab, um den Verkehr in der Region zu erleichtern.

Dagan verlängerte dieses Thema am Mittwoch indem er sagte, dass sich zwischen der Regierung und den Bewohnern von Judäa und Samaria eine „Vertrauenskrise“ entwickelt habe. „Die Menschen werden bei Terrorangriffen getötet und immer wieder versprechen Politiker mehr Sicherheit, bessere Straßen, mehr Beleuchtung und andere Dinge, die anderswo in Israel als grundlegend gelten. Man kann keine Häuser ohne asphaltierte Straßen bauen, und man kann keine Sicherheit auf leere Versprechen bauen. Wenn sich die Dinge nicht verbessern, werden wir auf der Straße außerhalb der Regierungsgebäude schlafen. So wie es Familien die Angehörige bei Terrorangriffen verloren haben, es schon aus Protest gemacht haben.“

Der Gemeinderatsleiter von Kiryat Arba (Hebron), Maleachi Levinger sagte, die Regierung ignoriere auch die täglichen Bedürfnisse. „Die Situation ist heute unhaltbar. Die Straßen sind schrecklich, es gibt endlose Staus und die Leute können nicht zur Arbeit kommen. Der Premierminister hat bereits seit drei Monaten neue Pläne für Straßen versprochen, aber bisher tat sich nichts.“ Andere Leiter der lokalen Behörden, einschließlich der Bürgermeister von Beit El und Beit Aryeh, äußerten ähnliche Gedanken.

Hadas Mizrachi, die Frau des israelischen Polizeibeamten Baruch Mizrachi, der bei einem Terrorangriff auf Erev Pesach 2014 bei einem Schießangriff im Har Chevron-Gebiet getötet wurde, als er mit seiner Frau und seinen Kindern zu einem Pessach Seder fuhr, sagte, dass ihre Eltern in Kiryat Arba lebten und dass es sehr schwer war, dorthin zu gelangen. „Man kann nicht nach Kiryat Arba fahren, ohne mit Felsen oder Brandbomben angegriffen zu werden“, sagte sie.

„Warum müssen die Bewohner von Judäa und Samaria so leiden? Ich bin hier um zu verlangen, dass die Regierung Mittel für die Instandsetzung von Straßen bereitstellt und die Mobilfunkabdeckung erhöht, damit wir um Hilfe rufen können, wenn es gebraucht wird. Hätte es eine bessere Mobilfunkabdeckung gegeben, hätten wir schneller um Hilfe gerufen und das hätte vielleicht sogar Baruchs Leben gerettet“, fügte Hadas Mizrachi hinzu.

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Von am 18/10/2017. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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