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Ein Museum für Sakhnin

Eine neue Kunstgalerie in der israelischen Stadt Sakhnin sorgt in der israelischen Kunstwelt für Aufregung. Das „Arab Museum of Contemporary Art and Heritage“ (AMOCAH) macht die Stadt, die bislang vor allem für ihr hervorragendes Fußballteam bekannt ist, auch für Kunstliebhaber interessant.

Sakhnin liegt im unteren Galiläa und hat eine überwiegend muslimische Bevölkerung und eine beträchtliche christliche Minderheit.

Eine der Gründerinnen des Museums, die israelische Künstlerin Avital Bar-Shay, sagt: „Das Museum liegt in der Peripherie der Peripherie. Doch die ausgestellten Werke haben teils internationales Format und in den arabischen Gemeinden der Region sehnte man sich nach solch einem Ort.“

Die zweite Gründerin, Belu-Simion Fainaru, eine rumänische Künstlerin, sagte im Interview mit dem Radiosender TLV1.FM: „In der Kunst schafft man oft etwas Neues, indem man zwei Dinge, die eigentlich nichts gemeinsam haben, zu einem Ding verbindet.“

Das AMOCAH nennt bereits mehr als 2000 Objekte sein eigen, die einen Bezug zum regionalen arabischen Erbe haben. Dazu kommen 200 andere zeitgenössische Werke. Das Museum deckt verschiedene Genres ab, von Zeichnungen und Gemälden, hin zu Skulpturen, Photographie und Multimedia.

Die Idee zum Museum hatten Bar-Shay und Fainaru nach der erfolgreichen Mittelmeer-Biennale in der Stadt im Jahr 2013. Die Stadtverwaltung Sakhnin und Bürgermeister Mazin Ghanayem schlossen sich der Idee an und halfen, einen Raum für das neue Museum in Sakhnins Altstadt zu finden.

Der Tageszeitung Haaretz sagte Fainaru: „Wir wollen, dass die Gemeinde mit dem Museum verbunden ist, dass die Kunst an der Seite der Bürger existiert und nicht nur um ihrer selbst willen.“

Die Gründer des AMOCAH betonen, dass das Museum auch ein Ort des Dialoges der verschiedenen Gemeinschaften in Israel sein soll. „Es ist ein Raum der Begegnung für Juden und Araber, für beide Kulturen, eine Bühne für Zusammenleben und Dialog“, sagt Bar-Shay. Passend dazu lautet der Titel der ersten Ausstellung, die derzeit zu sehen ist, „Hiwar“, das arabische Wort für Dialog. Kuratorin Amin Abu Raya stellt dabei zeitgenössische Werke und traditionelle Werke des arabischen Erbes der Region nebeneinander.

Quelle: Außenministerium/Botschaft des Staates Israel

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Von am 09/01/2015. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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