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„Am Deutschen Wesen mag die Welt genesen“

Zurück in die Zukunft-Das Alte/Neue Wesen der Deutschen Politik – Verstaubte Handlungsmuster des neuen deutschen Selbstbewusstseins

Viele sind sich sicher, dass die Deutschen ein besonderes Völkchen sind, und sie werden deswegen sowohl bewundert als auch gefürchtet, sammeln Respekt aber auch Verachtung. Licht auf dieses seltsame „Wesen“ der Deutschen wirft ein Blick auf das Gedicht „Deutschlands Beruf“ Emanuel Geibels zur Mitte des 19. Jahrhunderts, dessen letzter Satz es zu Deutschem Ruhm gebracht hat: „Am Deutschen Wesen mag die Welt genesen“. Dieser Spruch erzeugt bei vielen ein Schaudern und furchtbare Erinnerungen. Ein Satz, der vor Allem von den Nazis des dritten Reichs dem deutschen Volk in der abgeänderten Version “ … soll die Welt genesen“ eingetrichtert wurde und den es auch verinnerlicht hat . Geibel, ein Spätromantisch beeinflusster Dichter und Patriot, der zu den bekanntesten des ausgehenden 19. Jahrhunderts in Deutschland zählt, ruft in seinem Gedicht die Deutschen auf, sich unter einem gemeinsamen deutschen Kaiser zu einigen, nämlich Wilhelm I. Dies sollte eine Friedenswirkung auf ganz Europa haben. Die Zeit in dem es Geschrieben wurde ist insofern interessant, da sie zeigt, dass das Verlangen zur Einigung unter einem „Führer“ in Deutschland bis ins Dritte Reich hinein ein Thema war und zumindest unterbewusst noch bis in die Gegenwart hinein wirkt. Von 1860 bis 1945 ist ein Zeitabschnitt, der für die Bildung dieses „Deutschen Wesens“ sicherlich sehr prägend war. Als Geibels 1861 dieses Gedicht anscheinend auch zur Rettung Europas geschrieben hat, hätte er sich wohl sehr gefreut zu wissen, dass seine Landsleute im Jahre 2015 es sich immer noch so sehr zu Herzen nehmen würden. Als würde Angela Merkel dieses Gedicht bei sich über dem Bett hängen haben. Es zeigen sich erstaunliche Parallelen zu ihrer Politik und zur deutschen politischen Gegenwart im Allgemeinen. Die deutsche Haltung in der Flüchtlingskrise, bei der Deutschlands Politik und ein Großteil der Bevölkerung in eine regelrechte Humanitäts- und Willkommenshysterie verfallen sind, und die mit einer Sturheit entgegen allen Kritikern vertreten und ohne Rücksicht bis aufs Letzte verteidigt wird, erzeugt bei vielen berechtigte Zweifel und Misstrauen am „Deutschen Wesen“. Betrachtet man den Text Geibels und sein Anliegen genauer, und geht man davon aus, dass es in gewissem Masse das „Deutsche Wesen“ beschreibt, fragt man sich, wie kommen die darauf sich so zu verhalten? Was ist es das die Deutschen so überzeugt und selbstsicher macht, dass sie alle Warnungen in den Wind schlagen und ihren Stiefel stur weiter durchziehen? Deutschlands Außenpolitik ist eher internationale Paragraphenreiterei streng nach BGB. Deutschlands Nachbarn freuen sich gar nicht so sehr darüber. Im Gegenteil, sie fühlen sich übergangen, bedrängt und missachtet, ja sogar bedroht. Es ist als hätte Deutschland die Wahrheit und die totale Richtigkeit der Dinge erkannt, und an der sollen jetzt alle Anderen teilhaben und genesen. Als wären alle, die anders denken, verfehlt oder gar krank. Es erinnert an ein Sendungsbewusstsein und an Geisteshaltungen Deutschlands vor der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts.

Meinungsbildende Propaganda

Ein Bürger, der Tag ein Tag aus vom deutschen Medienwetter berieselt wird, erhält eine gutmenschliche Gehirnwäsche, die tatsächlich den Eindruck erweckt, dass die Welt um Deutschland herum verfehlt ist und genesen muss. Zuschauer sollen nur noch den Kopf schütteln über die unberechtigte Gewalt und die dummen Akteure im Ausland, hier und da. Die Amis ganz vorne weg, dann die Israelis, brutale und ungerechte Israelis, die die freiheitsliebenden, palästinensischen Hamas-Kämpfer mit“ arabischen Frühlingsgefühlen“ in Gaza abschlachten und die wegen ein paar auf Israel abgeschossene Feuerwerksraketen grausame Luftschläge verüben. Die bösen, hinterlistigen Amerikaner die alle anderen Länder bespitzeln und es sogar wagen „ Mutti“ abzuhören , die USA die nur das Öl im Visier haben und deswegen hundert tausende friedliebende Menschen als Opfer in Kauf nehmen; Länder die unorganisiert und chaotisch sind und mit Notsituationen nicht klar kommen. Für korrekte Deutsche in friedlicher Glückseligkeit lebend, sind das unvorstellbare Zustände in anderen Ländern. Das Ganze wird so präsentiert, dass dem braven Deutschen nur noch ein Kopfschütteln übrig bleiben muss. Egal, ob sich nach fast jeder Meldung später herausstellt, dass Deutschland beteiligt ist, von Vorgängen gewusst hat oder deutsche Behörden gar selbst gleiche „Vergehen“ begehen. Egal sind die Missstände im eigenen Land und die absurden Zustande in deutschen Ministerien. Vor allem Klaus Kleber im Heute Journal des ZDF, präsentiert die Welt in einer Voreingenommenheit und Arroganz, die man nur als linientreue Meinungsmache bezeichnen kann. Ein wahrer „arbiter“ und “iudex maximus“ ,ein Schiedsrichter und oberster Richter über den feinen Geschmack, der sich in der entsprechenden Uniform sicherlich auch gut als Moderator einer Reichswochenschau gemacht hätte. Objektive Berichterstattung ist oft nicht mehr erkennbar. Es ist fast so gestrickt, als säße man als Betrachter vor dem Fenster eines Geheges im Zoo, und der Moderator erklärt einem das unverständliche und oft so dümmliche Verhalten anderer Spezies, Gesellschaften, Politiker und Völker. Dabei geht man aus von einem unerschütterlichen deutschen Verständnis der Richtigkeit der Dinge. Auffallend ist, dass Berichte über die Probleme und das „unmögliche“ Fehlverhalten von Politikern in anderen Ländern immer dann gehäuft gesendet werden, wenn in Deutschland selbst politisch Unangenehmes hochkocht. Man könnte das auch als Meinungsbildende Propaganda bezeichnen. Sicherlich hat dies einen nicht unerheblichen Einfluss auf einen Großteil der Bürger gehabt, die in einen regelrechten, zur Schau gestellten Wahn der Willkommenskultur verfallen sind. So wie die wunderbare Bundeskanzlerin es pflegt, sich immer dann, wenn es Grund zur Kritik gibt, in Schweigen zu hüllen und abzuwarten bis das gesellschaftliche Kurzzeitgedächtnis vergessen hat, um dann mit der sturen politischen Linie eines totalitären Generalsekretärs fortzufahren, so verhält sich auch Her Kleber im ZDF und andere öffentliche Medien, indem sie kurzzeitig ihre Linientreue zum Kanzleramt etwas herunterfahren, um immer auch auf der richtigen Seite zu stehen. Ein Extrembeispiel dieser deutschen „Qualitätspropaganda“, das bei jedem, der halbwegs über die Stilmittel des Reichspropagandaministeriums im Dritten Reich informiert ist, kaltes Grausen erzeugt war am 30. Januar 2016 auf der der Webpage des ZDF zu beobachten. Ein Bericht über die Vorwahlen im US Bundestaat Iowa trug die headline „Der Schweinestaat, der Präsidenten sucht“ darunter war ein Foto des US Kongress Gebäudes in Washington DC mit US Flagge abgebildet. Eine Überschrift, die auch im Naziblatt „Der Stürmer“ gestanden haben könnte. Dass diese Ein- oder Zweideutigkeit beim ZDF Niemandem auffiel oder ausversehen passiert ist, nimmt man Profijournalisten nicht ab. Für eine öffentlich-rechtliche Sende- und Nachrichtenanstalt eine Ungeheuerlichkeit. Nach dem das ZDF das Foto des Kongressgebaeudes herausnehmen musste, um den direkten Bezug zu den USA nicht herzustellen, wurde es gegen das Portrait eines Journalisten ausgetauscht. Die Überschrift blieb und Kleber ließ es sich in fast trotziger Art nicht nehmen, im darauffolgenden Heute Journal die USA als eine Supermacht die „den Verstand verloren hat“ zu bezeichnen und die Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Bernie Sanders einen „größenwahnsinnigen Immobilienmogul“ und einen „linken Träumer“ zu nennen. Als ereiferte sich Herr Kleber persönlich, die Attacke Donald Trumps gegen die Kanzlerin in traditionsreichster Linientreue zu vergelten, als dieser nach der von Merkel selbst angeordneten Grenzöffnung am 4. September 2016 mit der Merkel damit über 1 Million moslemische Flüchtlinge nicht registriert in den europäischen Schengenraum spülte, zu recht sagte, „Merkel habe den Verstand verloren“. Auch im Handlungsbewusstsein der deutschen Politik- oder besser der Verwaltungselite sowie der Parteien sind seltsame Wesenszüge auffällig. Kritik an der Kanzlerin ist ungehorsam und scheint in weiten Teilen Tabu zu sein. Trotz mittlerweile täglichen Horrormeldungen zum Unterbringungsnotstand von Flüchtlingen und all den anderen Begleiterscheinungen die diese hausgemachte Krise betreffen, hält sich die Kritik an Merkel und ihrer Koalitionsregierung weiterhin in Grenzen und wird der Tragweite dieser Katastrophe für Deutschland und Europa nicht gerecht. Erst seit der Vorfälle während der Neujahrsfeiern in deutschen Städten hat man den Eindruck, dass die öffentliche Meinung etwas kritischer wird , wobei es vermutlich eher natürliche archaische Reaktionen der Bevölkerung sind, die darauf zurückzuführen sind, dass eben dann Grenzen überschritten werden, wenn sich die eingeladenen Fremden zuhauf über die eigenen Frauen hermachen. Wie lange braucht es in Deutschland um sich solch gefährlicher Politiker zu entledigen? Sogar der lauteste Kritiker, der bayerische Ministerpräsident Seehofer, traute sich bisher nicht recht im Sinne Deutschlands und Europas zügig gegen Merkel vorzugehen. Alle, die dazu politisch im Stande wären, fanden es opportuner bei diesem skurrilen und absurden Theater weiter mitzumachen, um möglichst lange in Amt und Ehren zu bleiben. Dabei scheint es egal zu sein wie es in Deutschland mittlerweile aussieht. Man hält große Reden von der Notwendigkeit den Rechtsextremismus bekämpfen zu müssen, den man selbst frisch entfacht hat, man prangert den Antisemitismus an wo es sich politisch ausschlachten lässt und verteidigt gleichzeitig die Einlassung vieler tausender Testosteron geladener Antisemiten aus Ländern wie zum Beispiel Irak, Syrien, Iran und Afghanistan mit humanitären, christlich europäischen Werteargumenten.

Preußische Obrigkeitshörigkeit

Eines der diese Politik rechtfertigenden Argumente das der Bevölkerung verkauft wird ist übrigens, dass sie in der Zukunft wirtschaftliche Vorteile bringen soll und dazu noch „junges frisches Blut“ ins Land kommt und dies so den Arbeitskräftemangel entspannen soll. Die Argumentation hat also auch eine demographische Komponente. Der letzte, der so ähnlich argumentierte, war Herr Reichskanzler Hitler, den man liebevoll „Führer“ nannte. Dieser hat auch mit demographischen Argumenten wie „Blutserneuerung und Lebensraum“ geworben. So folgt man lieber der Führung bis ins Chaos, als zugeben zu müssen, dass man sich selbst und seinen Nachbarn einen Schaden zugefügt hat und dann anständigerweise zurücktritt. Wer nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland gelebt hat, hatte sicherlich auch schon das Vergnügen sich mit Deutschen Verwaltungsbeamten auseinander gesetzt haben zu müssen. Viele können ein Lied von der regelrecht feudal auftretenden Kaste mancher dieser Verwaltungsbeamten singen. Die berüchtigte „preußische Obrigkeitshörigkeit“ der Deutschen, vor allem der Älteren und Konservativen, ist durchaus noch vorhanden. Sie zieht sich anscheinend bis ganz nach oben ins Kanzleramt. Es scheint, dass auch diese verstaubte Mentalität dazu führt, dass Minister und Führungspersonen in der Regierung eine solche Narrenfreiheit haben wie derzeit noch in Deutschland. Hinzu kommt auch, dass in Deutschland ein anderes Staatsverständnis herrscht als man es zum Beispiel aus Frankreich oder den USA kennt. Beide dieser Länder haben sehr blutige Revolutionen hinter sich und sich damit einer suppressiven Obrigkeit entledigt. Entwickelt haben sich zwei auf Volkssouveränität basierende Demokratien. Demokratische, volksouveräne Staatssysteme, deren Bürger in Folge dessen bereits seit über 300 Jahren eine Tradition des eigenen Staatsverständnisses entwickelt haben, die mit einer „Superioritas“ ,einer Begrifflichkeit der Obrigkeit, nicht mehr viel am Hut hat. In diesen Gesellschaften ist der Staat nicht in erster Linie der Souverän in Form der Obrigkeit oder Regierung, sondern das Volk selbst, dem die gewählte Regierung zu dienen hat. Unter Anderem erkläret sich auch die von vielen Deutschen oft bewunderte und zum Teil auch belächelte Aufmüpfigkeit französischer Bauern oder Transportunternehmer, wenn diese ungeniert sofort Frankreichs Transport und Verkehrsnetz lahm legen, weil ihnen die Politik nicht dienlich ist.

Das Ergebnis, eine paradoxe Light-Version von nationalem Sozialismus innerhalb eines Sozialdemokratischen Systems.

Die staatliche Entwicklung Deutschlands hingegen führte in den letzten 100 Jahren von alten monarchistischen Traditionen kommend über das Gemetzel des ersten Weltkrieges zum Chaos der Weimarer Republik, mündete dann wieder zurück in ein absolutes totalitäres System, diesmal in der Form der furchtbar Menschenverachtenden Diktatur des Dritten Reichs, um am Ende, aus der Sicht vieler damaliger Zeitgenossen von genau diesen verfehlten alliierten Andersdenkenden, zur Demokratie gebombt zu werden. Dass eine Nation, deren Entwicklung wie beschrieben verlief und deren Vergangenheitsbewältigung auch noch die Ermordung von sechs Millionen Juden sowie Millionen anderer Kriegsopfer zu bewältigen hat, am Ende eine Volksneurose entwickelt hat verwundert sicherlich niemanden. Interessant ist jedoch, dass das besagte „Deutsche Wesen“ wie es Emanuel Geibel in seinem Gedicht erwähnt und das bis 1945 durchaus tief im Deutschen Bewusstsein verankert war, zumindest fragmentarisch immer noch vorhanden zu sein scheint.

Geibels „Wesen“ steckt den Deutschen unbewusst noch in den Knochen. Mit subtiler Propaganda wird die Öffentlichkeit und deren Meinung linienkonform gemach und geeinigt; vermittelt wird eine Art kollektive deutsche Wahrheit und Vernunft mit Sendungsanspruch, die ein deutsches Überlegenheitsgefühl erzeugt wie zum Beispiel bei der Umweltpolitik und dem panisch, planlosen Atomausstieg. Wir sind wirklich die Besten und haben alles richtig verstanden! Die ökologischen Heilsbringer. Politische Figuren bekommen eine Aura von unantastbarer Obrigkeit, der oder die Kanzlerin wird zur regelrechten Führerpersönlichkeit mit einem fast absoluten Souveränitätsgebaren. Das Ergebnis, eine paradoxe Light-Version von nationalem Sozialismus innerhalb eines Sozialdemokratischen Systems. Die bis heute noch nicht ganz verstummten Stimmen, die vor Deutschland warnten und meinten, dass von Deutschland eine Gefahr ausgehe, wieder ein Faschismus möglich wäre, sind bekannt. Vermutlich ist diese Entwicklung in Deutschland genau die Bedrohung, vor der manche gewarnt haben. Nur hat wahrscheinlich keiner damit gerechnet, dass die von Deutschland ausgehende Gefahr nicht eine militärisch aggressive sein wird, sondern eine, die sich in Form eines fast militanten linken Gutmenschentums und Strickpullovern präsentiert. Schon Zweimal in den letzten hundert Jahren hat Deutschlands Politik so selbstüberheblich gehandelt und damit der eigenen Nation selbst, Europa und der ganzen Welt furchtbaren Schaden zu gefügt. Dies ist jetzt das dritte Mal und auch wenn diesmal nicht gerade die ganze Welt in Schutt und Asche gebombt wird, ist doch zumindest jetzt noch nicht abzusehen, was für mittel- und langfristige Konsequenzen daraus folgen.

„Mit Mutti zurück in die Zukunft“

Man kann es kaum für möglich halten, dass eine solche Entwicklung in Deutschland mitten in Europa stattfindet. Zu erklären nur durch ein Europa, das es verschlafen hat die Voraussetzungen für ein natürliches, grenzübergreifendes, europäisches Bewusstsein zu schaffen. Auch Europa trägt eine Mitschuld daran, dass Deutschland eine Art Flashback erlebt und sein schlummerndes „Wesen der Vergangenheit“ nun sein geisterhaftes „Unwesen“ treibt. Schon die seit Jahrzehnten überfällige bloße Einführung einer Gemeinsamen Europäischen Staatssprache und das hissen einer gemeinsamen Europäischen Flagge bei den Streitkräften aller EU Länder, hätte sicherlich dazu beitragen können, dass die Bevölkerung Europas größeres gegenseitiges Verständnis füreinander entwickelt und vielleicht hätte es auch dazu beigetragen dass Deutschland sich nicht so sehr als „Primus inter pares“ als Erster unter Gleichen empfindet wie heute. Die EU und all ihre Mitgliedsstaaten sind gefordert Deutschlands Politik auszubremsen. Eine Aufgabe der der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker und der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz offenbar auch nicht gewachsen sind. Naive Äußerungen der Bewunderung Junkers für die deutsche Hilfsbereitschaft scheinen vor dem Hintergrund der Situation auch eher unqualifiziert und trivial. Europas Bürger sollte klargemacht werden was für sie auf dem Spiel steht und was für internationale Implikationen die derzeitige Entwicklung heraufbeschwört. Deutschland und Europa muss dringend diese Kanzlerin loswerden und wieder zur Besinnung kommen. Deutschland braucht eine kompetente Nachfolgeregierung, die in der Lage ist diese verstaubten, mit faschistoidem Anklang behafteten denkstrukturellen Relikte des deutschen Bewusstseins loszuwerden. Angesichts der internationalen Sicherheitslage ist es mehr als dringend für Deutschland, sich als Partner mit und für seine Verbündeten einzusetzen und Deutschland muss schleunigst aufhören sich in Europa wie der berühmte Elefant im Porzellanladen aufzuführen wie dies Merkel-Deutschland derzeit tut. Eines scheint klar, Deutschland ist einfach noch nicht fähig und reif genug, eine internationale Rolle der politischen Verantwortung zu übernehmen. Höchste Zeit für Deutschland wirklich gesunde Lehren aus seiner Vergangenheit zu ziehen und sich endlich der Relikte eines „Großdeutschen Wesens“ zu entledigen. Sind die kritischen deutschen Intellektuellen, die Philosophen, Dichter und Journalisten von heute, die etwas genauer hinsehen sollten vielleicht auch Gefangene dieses geisterhaften „Wesens“? Stellt man sich in der Bundesrepublik ernsthaft vor, dass so der Weg und die Zukunft Deutschlands im 21. Jahrhundert aussehen soll? Momentan gleicht der Weg eher einer politischen Trivialverfilmung mit dem Titel „Mit Merkel Zurück in die Zukunft“. Die Reihen deutscher Beamter und Politiker sollten sich etwas mehr Wissen über die staatstheoretischen und staatsphilosophischen Grundsätze demokratischer Systeme und dem Prinzip der Volkssouveränität aneignen und historisch etwas mehr Reflektieren. Das würde innenpolitisch, wie auch im Außenverhältnis das Klima sicherlich verbessern. Bleibt nur zu hoffen, dass Deutschland diese Kurve kriegt. Ein Prozess der sicherlich sehr lange Zeit in Anspruch nehmen wird.
Deutschlands Beruf
Soll’s denn ewig von Gewittern
Am umwölkten Himmel braun?
Soll denn stets der Boden zittern,
Drauf wir unsre Hütten baun?
Oder wollt ihr mit den Waffen
Endlich Rast und Frieden schaffen?

Daß die Welt nicht mehr, in Sorgen
Um ihr leichterschüttert Glück,
Täglich bebe vor dem Morgen,
Gebt ihr ihren Kern zurück!
Macht Europas Herz gesunden,
Und das Heil ist euch gefunden.

Einen Hort geht aufzurichten,
Einen Hort im deutschen Land!
Sucht zum Lenken und zum Schlichten
Eine schwerterprobte Hand,
Die den güldnen Apfel halte
Und des Reichs in Treuen walte.

Sein gefürstet Banner trage
Jeder Stamm, wie er’s erkor,
Aber über alle rage
Stolzentfaltet eins empor,
Hoch, im Schmuck der Eichenreiser
Wall‘ es vor dem deutschen Kaiser.

Wenn die heil’ge Krone wieder
Eine hohe Scheitel schmückt,
Auf dem Haupt durch alle Glieder
Stark ein ein’ger Wille zückt,
Wird im Völkerrat vor allen
Deutscher Spruch aufs neu‘ erschallen.

Dann nicht mehr zum Weltgesetze
Wird die Laun‘ am Seinestrom,
Dann vergeblich seine Netze
Wirft der Fischer aus in Rom,
Länger nicht mit seinen Horden
Schreckt uns der Koloß im Norden.

Macht und Freiheit, Recht und Sitte,
Klarer Geist und scharfer Hieb
Zügeln dann aus starker Mitte
Jeder Selbstsucht wilden Trieb,
Und es mag am deutschen Wesen
Einmal noch die Welt genesen.

Von Adriano Rota

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Von am 19/02/2016. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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