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Widerstand in Nazi-Deutschland – Das Neue Reich berichtet im Juli 1944: Wir sind am Ende

Und das Untergrundblatt titelt weiter; Das goldene Wort… Hitler am 3. Oktober 1941: „Ich spreche das erst heute aus, weil ich es heute sagen kann, dass dieser Gegner (Russland!) bereits gebrochen ist und sich nie wieder erheben wird.“ Hitler am 30. September 1942: „…Und Sie können der Überzeugung sein, dass uns kein Mensch von dieser Stelle (Stalingrad!) mehr wegbringen wird.“ Hitler am 8. November 1941: „Wer von der ostpreußischen Grenze bis 10 Kilometer vor Leningrad gestürmt ist, der kann auch noch die 10 Kilometer vor Leningrad bis in die Stadt marschieren. Aber das ist nicht notwendig. Die Stadt ist umklammert. Und niemand wird sie mehr befreien, und sie fällt in unsere Hand.“

Hitler am 8. November 1942: „Wir merken schon an vielen Anzeichen, ob es ein Fehler war, dass wir die Ukraine besetzten, dass wir das Erzgebiet von Kriwoj Rog besetzten, dass wir die Manganerze in unsere Hand brachten. Ob es wirklich ein großer Fehler war, dass wir das Kubangebiet, die vielleicht größte Kornkammer der Welt überhaupt besetzten…dass wir allein eine Produktion von 9 bis 10 Tonnen Öl zunächst einmal in unsere Hand brachten…Ich weiß wirklich nicht, ob das alles nur Fehler waren.“ Ribbentrop am 25. November 1941: „Die Feldzüge im Norden, Westen, Osten und Süden Europas sind für die Achse gewonnen, und was die Phantasie englischer Strategen auch noch im Schild führen mag: an den in Europa geschaffenen Tatsachen wird sie niemals mehr etwas ändern können…Es wäre erstaunlich, wenn Herr Churchill nicht bereits im Innersten begriffen hätte, dass schon heute England die Partie verloren hat.“

Ribbentrop am 25. Dezember 1941: „Die russische Frage wird von der deutschen Wehrmacht im kommenden Jahr endgültig bereinigt werden.“ Göring am 4. Oktober 1942: „Auch im Osten wird der Gegner niedergeworfen werden. Und dann Gnade Gott! Dann sprechen wir uns in England wieder. Ich möchte manchmal aus der Haut fahren, weil ich nicht den Vergeltungsschlag sofort führen kann. Aber es ist jetzt entscheidend, dort zu kämpfen, wo der Schwerpunkt liegt.“ (Stalingrad!) Goebbels am 8. Oktober 1942: „Es ist heute wichtiger, die Angriffe im Kaukasus fortzusetzen, die Wolga zu sperren und in Ägypten zu kämpfen, als den Engländern den Gefallen zu tun, unsere Kräfte zu zersplittern. Nur der wird den Krieg gewinnen, der es versteht, seine Kräfte auf die Schwerpunkte des Kampfes zu konzentrieren.“

Hitler am 26. April 1942: „Im Osten aber liegt der Kampfplatz, auf dem die Entscheidung fallen wird.“ Wenn man aber die Karte Deutschlands schon jetzt dann aufschlägt: Köln, Aachen, Düsseldorf, Wuppertal, Essen, Hannover, Braunschweig, Oschersleben, Berlin, Leipzig, Mannheim, Frankfurt, Stuttgart, Schweinfurt, Augsburg…wird man auch Verständnis aufbringen für ein anderes „Führer-Wort“, das vor 20 Jahren in „Mein Kampf“ geschrieben worden ist: „Eine Diplomatie hat dafür zu sorgen, dass ein Volk nicht heroisch zugrunde geht, sondern praktisch erhalten wird. Jeder Weg, der dazu führt, ist dann zweckmäßig, und sein Nichtbegehen muss als pflichtvergessenes Verbrechen bezeichnet werden.“

So, nun wissen wir´s: nicht heroisch zugrunde gehen in einem Krieg bis 5 Minuten nach 12, sondern praktische Wege gehen, um das Volk und Land zu retten. Alles andere ist pflichtvergessenes Verbrechen. Wer aber ein derartiges „pflichtvergessenes Verbrechen“ – ein Volk „heroisch zugrunde zu richten“ begeht, den muss auch die Strafe für solchen Frevel treffen: Gericht durch das Volk – der Galgen… Deutschland immun gegen feindliche Fliegerangriffe… Die deutsche Kriegsindustrie für Feindflieger unerreichbar… „Ich will Maier heißen, wenn je ein englischer Bomber das rheinische Industriegebiet angreift.“ So hieß es früher aus berufenem Mund, als der Führer noch verkündete, „er werde die englischen Städte ausradieren…“ Seither ist alles anders gekommen. Hundert der größten, reichsten und schönsten deutschen Städte sind von der Bildfläche verschwunden… Das ganze deutsche Reichsgebiet, vom Rhein bis an die Mosel, von Köln bis nach Posen, wird zu einem riesigen Flammenmeer… So haben sich die Versprechungen des Führers und seiner Kumpane bewahrheitet! Und das alles ist nur ein Anfang…Der Anfang vom Ende.

„Wir sind am Ende“. Von Reichsminister Dr. Goebbels: Die Geschichte besitzt eine großartige, alles menschliche Tun und Handeln überschattende Gerechtigkeit. Zwar ist diese nicht von der engen Begrenztheit der sonst gewohnten, sie wird vielmehr bestimmt durch die ewigen Gesetze des menschlichen Lebens, die sie, wenn auch manchmal nach vielen Irrungen und Wirrungen, ohne jede Gnade zur Geltung bringt. Ohne jede Gnade, haben wir gesagt. So haben wir den Krieg gewollt, so haben wir ihn geführt, und so werden wir ihn beendigen. Wir Nationalsozialisten haben seit der Machtübernahme gewusst, dass wir Krieg führen würden und Krieg führen müssten.

Wir haben daher diesen unseren gewollten Krieg bis ins einzelne vorbereitet. Wir haben das deutsche Volk zum Krieg geschult, wir haben ihm nachgewiesen, dass nur ein abgehärteter, der Lebensfreude und dem Leben entsagender Stamm das vollbringen könnte, was wir schicksalhaft von ihm zu fordern hatten. Heute können wir es frei und offen sagen, wir haben für den Krieg und nur für den Krieg gearbeitet! Wir kannten die Kräfte, die uns den Weg geebnet hatten. Wir wussten, dass das deutsche Volk den ersten, verlorenen Weltkrieg nie und nimmer als ein endgültiges Ergebnis anerkennen würde. Wir wussten, dass wir, um diesen neuen, von uns gewollten Krieg führen zu können, die psychologischen Vorbedingungen geradezu gewaltsam züchten mussten, dass wir den Pazifismus in allen seinen Formen und dessen vornehmste Vertreter ausrotten mussten, dass wir, ohne Rücksicht auf das Menschtum und Menschlichkeit, mit blutiger, erbarmungsloser Energie all das aus dem Wege räumen mussten und all die, die bei unserem jetzigen Kampf hätten hindernd oder nur schwächend wirken können.

Daher hatten unsere Gegner bis zu einem gewissen Grade recht, wenn sie unser nationalsozialistisches Deutschland als ein riesiges Zuchthaus bezeichneten. Zucht war nötig, und züchtigen mussten wir. Wir haben bewiesen, dass wir es verstanden haben, und das deutsche Volk hat es bereitwillig erkannt und hat sich gefügt. Wir wussten auch, dass unsere Gegner diesen Krieg nicht wollten. Wir hatten Zeit genug, um die Volksstimmung in Frankreich und England zu sondieren. Wir wussten, was in dieser Hinsicht von Chamberlain, Daladier und anderen Schwächlingen, die aber das getreue Abbild der bestehenden Stimmungen und Wünsche in ihren Ländern waren, zu erwarten war. Wir haben uns nicht getäuscht.

Und dennoch kämpfen wir jetzt um unser Dasein und unser Leben. Wir wissen, es ist alles vernichtet, Wir wissen, dass wir nicht in der Lage sind auf allen Fronten dem Feind die Stirn zu bieten. Wir wissen, dass die Tore der Festung Deutschland, die wir jetzt noch halten können, in allen ihren Fugen krachen werden und schließlich auf uns stürzen und uns zerschmettern werden. Wir wissen, dass der Feind eindringen wird in unser Vaterland und Rechenschaft fordern wird für das, was bei ihm zerstört, getötet und gemordet haben. Aber wir können nicht dulden, wir Nationalsozialisten, dass das Schicksal unseres Volkes von dem unsrigen getrennt werde.

Wir stehen vor einem Gottesgericht. Falls wir nicht im Kampf fallen, und mit uns das ganze deutsche Volk, wird man uns vor die Schranken fordern und wir werden bezahlen müssen für unsere Schwächen und unsere Fehler. Es gibt daher keine Wahl: wir werden, mit allem, was deutsch war, untergehen. Das einzige, was wir noch erhoffen können und müssen, ist, dass in diesem letzten Gang, dem letzten des ganzen deutschen Volkes, keine Träne fließe über das Schicksal, das wir gewollt und heraufbeschworen haben, weil wir, aus unserem ganzen Wesen heraus, keinen anderen Weg kennen konnten als Gewalt, Tod und Untergang.

Das Ende des Deutschen Reiches ist uns bestens bekannt. Aber mutig war dieser Autor allemal.

Von Rolf von Ameln

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Von am 27/04/2017. Abgelegt unter Spiegel der Zeit. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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