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Ihr Tour Guide Heute: PM Benjamin Netanyahu

Israels Tourismus boomt. Bereits bis Ende Oktober sind im heurigen Jahr 3 Millionen Gäste nach Israel eingereist. Der Tourismus ist auf dem besten Weg, der bedeutendste Wirtschaftssektor im Land zu werden. Immerhin wurden durch die internationalen Gäste bisher 17 Milliarden Schekel in die Kassen der Unternehmer gespült.

Die beiden nichtsahnenden Gäste Ioana Isac und ihr Mann Mihai Georgescu waren gerade mit dem Flugzeug in Ben Gurion gelandet. Sie wollten den Geburtstag von Mihai in Israel feiern und freuten sich auf einige spannende und erholsame Tage. Doch es sollte alles anders kommen, als sie es geplant hatten.

Bereits am Flughafen wurden sie vom Tourismusminister Yariv Levin begrüsst und mit einer Limousine in ihr Hotel in Jerusalem gebracht, wo sie die nächste Überraschung erwartete. Statt des gebuchten Hotelzimmers verbringen sie ihre Urlaubstage in einer komfortablen Suite.

Am nächsten Tag stand der obligatorische Besuch der Altstadt von Jerusalem auf dem Programm. Am Eingang zum Tower of David Museum erwartete sie ihr persönlicher Reiseleiter für diesen Programmpunkt. PM Benjamin Netanyahu hatte es sich nicht nehmen lassen, den beiden einen Überblick über die Geschichte zu geben und natürlich den grandiosen 360° Ausblick zu erklären. Die beiden werden noch die Gelegenheit erhalten, Israel an Bord eines Hubschraubers zu überfliegen und sich so einen Gesamteindruck über die Vielfältigkeit des Landes verschaffen zu können. Selbstverständlich darf auch ein Bad im Toten Meer nicht fehlen.

Und das Allerbeste: Die Beiden dürfen sich als Gäste des Landes fühlen, die Kosten sind zu 100% durch die Staatskasse gezahlt.

Eine kritische Anmerkung muss aber an dieser Stelle erlaubt sein. Wenn Israel sich weiterhin vermehrt im internationalen Tourismussegment positionieren möchte, muss sich dringend etwas ändern. Die immer wieder versprochene Kategorisierung mit Hotelsternen nach dem Muster von Österreich muss konsequent verpflichtend für alle Hotels sein. Ist das geschehen, müssen die Preise entsprechend neu überdacht werden.

Und, es wird massgeblich zur Qualitätssteigerung beitragen, wenn die wunderbaren Dienstleistungsberufe in der Hotellerie endlich in geeigneten Schulen erlernt werden können. Schlecht oder gar nicht geschulte Mitarbeiter „vor oder nach dem Militär“ sind zwar meist sehr charmant und hilfsbereit, haben aber in der Qualitätshotellerie und –gastronomie nichts verloren.

Von Esther Scheiner

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Von am 08/11/2017. Abgelegt unter „Während Israel nicht nur vom BDS boykottiert wird…“. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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