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Weltbank: Gaza-Wirtschaft im „freien Fall“

Die Gaza-Wirtschaft befindet sich im „freien Fall“, sagte die Weltbank in einem Bericht. Der Bank zufolge „bricht die Wirtschaft in Gaza zusammen und leidet unter einer jahrzehntelangen Blockade und einer neuerlichen Austrocknung der Liquidität.“

Laut einem neuen Bericht der Weltbank reichen die Hilfsflüsse nicht mehr aus, um das Wachstum anzukurbeln. Das Ergebnis ist eine alarmierende Situation, in der jeder zweite Mensch in Armut lebt und die Arbeitslosenquote seiner überwiegend jungen Bevölkerung bei über 70 Prozent liegt.

Der Bericht über die Wirtschaft im Gazastreifen wurde letzte Woche auf dem halbjährlichen Treffen der Organisation vorgestellt. Laut Marina Wes, Direktorin der Weltbank für das Westjordanland und Gaza, „hat eine Kombination aus Krieg, Isolation und interner Spaltung Gaza in einen lähmenden Wirtschaftsstaat versetzt und die menschliche Not weiter verschärft.“

„Es ist eine Situation eingetreten, in der die Menschen Schwierigkeiten haben über die Runden zu kommen, unter der sich zuspitzenden Armut, der steigenden Arbeitslosigkeit und den sich verschlechternden öffentlichen Dienstleistungen wie Gesundheitsversorgung, Wasser und Sanitärversorgung. Diese Situation erfordert dringende, echte und nachhaltige Lösungen.“

Nach Angaben der Bank ging die Wirtschaft in Gaza seit Jahresbeginn um 6 Prozent zurück. Ein wichtiger Beitrag zu dieser Kontraktion waren die Zurückhaltung von Zahlungen durch die Palästinensische Autonomiebehörde nach Gaza, sowie Kürzungen der USA an UNWRA. Die PA-kontrollierten Gebiete von Judäa und Samaria leiden ebenfalls, hauptsächlich aufgrund der israelischen Politik, heißt es in dem Bericht.

Die Lage ist so drückend, dass dem wirtschaftlichen Verfall „weder durch die ständig rückläufige Entwicklungshilfe noch durch den auf Bewegungseinschränkungen, Zugang zu Rohstoffen und Handel beschränkten privaten Sektor, entgegengewirkt werden kann. Darüber hinaus lässt die Verschlechterung der Haushaltslage der PA nur begrenzten Spielraum zur Linderung.“

Als Lösung betont die Bank „die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes für die Situation in Gaza, der eine unmittelbare Krisenreaktion mit Maßnahmen zur Schaffung eines Umfelds für nachhaltige Entwicklung verbindet. Zu den unmittelbaren Antworten gehört die Sicherstellung der Fortsetzung wichtiger Dienstleistungen wie Energie, Wasser, Bildung und Gesundheit.

„Darüber hinaus könnte die israelische Regierung ein förderliches Umfeld für das Wirtschaftswachstum schaffen, indem sie Handelsbeschränkungen und die eingeschränkte Bewegung von Gütern und Menschen aufhebt, ohne die sich die wirtschaftliche Situation in Gaza niemals verbessern wird.“

Die Palästinensische Autonomiebehörde sollte politische Maßnahmen und Projekte einleiten, die für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung erforderlich sind, einschließlich der Unterstützung des Handels mit digitalen Dienstleistungen, die in der Übergangszeit eine führende Rolle spielen könnten. Legitime Institutionen, die Gaza auf transparente und effiziente Weise regieren und Reformen zur Schaffung eines positiven Geschäftsumfelds sind auch für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung notwendig.

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Von am 04/10/2018. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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