Abonnieren

  • Subscribe via Email
  • Facebook
  • Twitter

Bennett auf der Rabin-Kundgebung: „Wir sind müde von den Mordbeschuldigungen der Linken“

Die Reaktion einer großen Anzahl von Menschen auf der diesjährigen Kundgebung zum Gedenken an den früheren Premierminister Yitzchak Rabin auf eine Rede des Regierungsministers Tzachi Hanegbi war „traurig“, sagte Premierminister Binyamin Netanyahu an Motzoei Shabbos.

„Es ist eine Schande, dass sie dieses Ereignis zu einem politischen Ereignis gemacht haben“, sagte Netanyahu. „Diejenigen, die am lautesten für die freie Meinungsäußerung predigen, sind diejenigen, die anderen nicht erlauben zu sprechen, wenn sie nicht mit ihnen übereinstimmen.“

In seinen eigenen Anmerkungen sagte Bildungsminister Naftali Bennett: „Als Führer von Rechten die sich gegen einen palästinensischen Staat stellen, bin ich der falschen Anschuldigungen der Linken müde bezüglich des Mordes an Rabin, der nicht von ‚Rechts‘ begangen wurde, sondern von einer Person – Yigal Amir. Die Botschaft der Linken ist – die Rechte ist Schuld. Meine Botschaft lautet: Keine Gewalt und kein Bürgerkrieg.“

Die Organisatoren der Kundgebung waren entschlossen, die Israelis über die Positionen der linken und linken Mitte einzubeziehen. Zu diesem Zweck luden sie Hanegbi ein. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass sie die von Hanegbi gemachten Äußerungen nicht erwartet haten – oder die Reaktion der rund 15.000 Zuschauern auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv.

Zu den Klängen von Pfiffen und Buhrufen während seiner Rede versuchte Hanegbi, zwischen der Erinnerung an Rabin und den Ergebnissen der von ihm unterzeichneten Olso-Abkommen zu unterscheiden. „Die damals von der Regierung unterzeichnete und von der Knesset genehmigte Vereinbarung stellte sich als schrecklicher Fehler heraus“, sagte Hanegbi.

„Unabhängig davon: Als der Mörder seine verabscheuungswürdige Handlung begangen hatte, fühlte ich und viele meiner Kollegen in meiner Partei genauso wie viele Israelis auf der anderen Seite des politischen Zauns – Schmerz und schreckliches Leid. Wenn ich dort gewesen wäre, hätte ich gerne die Kugel für Rabin abbekommen. Wir müssen uns daran erinnern, dass wir Brüder sind. Das ist der einzige Weg, um unser Land zusammenzuhalten, das Land, in dem Rabin sich etabliert und verteidigt hat. Er wurde ermordet, weil er seinem Glauben gefolgt war, ein Weg, mit dem ich nicht einverstanden war.“

Die Organisatoren wurden vor der Veranstaltung wegen der Einladung von Hanegbi scharf kritisiert. Meretz-Chef Tamar Zandberg sagte, dass sie Hanegbi nicht eingeladen hätte um zu sprechen. „Der Likud war für die Anstiftung verantwortlich, die zu Rabins Ermordung geführt hat und noch schlimmer: Er führt heute zu einer Anstiftung gegen diejenigen im Friedenslager.“

Nach der Rede sagte Hanegbi gegenüber Channel 10, er habe „aus dem Herzen mit den Leuten gesprochen. „Ich bin glücklich, dass ich gekommen bin. Es war wichtig für mich, zu sagen, woran ich glaube, ohne mich auf das zu konzentrieren, was die Zuschauer hören wollten. Die andauernden Bemühungen der Hälfte der Israelis den Mord [an Rabin] einem Fanatiker zuzuschreiben, werden keinen Erfolg haben. Es ist eine Tatsache, dass Netanyahu einige Monate nach dem Mord zum Premierminister gewählt wurde.“

Yesh Atid-Chef Yair Lapid, der auch ausgebuht wurde als er sprach, ist bei der Veranstaltung schlecht angekommen. Lapid versuchte, über Buhrufe und Trillerpfeifen zu sprechen, und sagte: „Was hier vor 23 Jahren geschah, sollte uns zu besseren Menschen machen. Aufstachelung ist wieder ein politisches Instrument gworden und Paranoia lenkt uns. Alles ist schwarz und weiß geworden – wir und sie, gut und böse. Hass, Angst und Gewalt sind zu politischen Instrumenten geworden“, sagte er.

 Zum NEWSLETTER anmelden
Bestellen Sie den Newsletter der Israel Nachrichten kostenlos per E-Mail und verpassen keine Top-Story mehr. Melden Sie sich HIER an.

Copyright (c) Israel Nachrichten Ltd. 2012-2019.
Eine Vervielfältigung oder Speicherung in Datenbanken oder in anderer Form ist ohne Genehmigung des Verlages untersagt.
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

Unterstützen Sie die ISRAEL NACHRICHTEN

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Förderspende. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und das Erscheinen der Zeitung zu sichern.
Klicken Sie für Informationen zur Fördermitgliedschaft Hier…

Von am 04/11/2018. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
Leserkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wie in einer Demokratie ueblich achten wir die Freiheit der Rede behalten uns aber vor, Kommentare nicht, gekuerzt oder in Auszuegen zu veroeffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht beruecksichtigt.