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Professor Kedar: Ich habe den Beweis, dass Yigal Amir Rabin nicht getötet hat

Dr. Mordechai Kedar, Dozent an der Bar Ilan-Universität und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Begin-Sadat-Zentrums für Frieden, der als Experte für arabische Sprache, Kultur und Politik gilt, sprach am Dienstagabend bei einer Kundgebung zur Unterstützung von Premierminister Binyamin Netanyahu.

Kedar wandte sich den Themen Rechts und Links in der israelischen Politik zu und betonte, dass die Differenzen nicht mit Netanyahu begannen – und dass die Anschuldigungen, dass Yigal Amir Premierminister Yitzchak Rabin getötet habe, „falsch seien“.

Es war nicht Yigal Amir der die Tat vollbrachte, sagte er, sondern ein Agent des Shin Bet – und er habe Beweise in Form eines Dokuments von Ermittlern, die „ernste Zweifel“ ausdrückten, dass Amir Rabin getötet hätte. Das Dokument listet eine Reihe wahrscheinlicherer Verdächtiger auf – darunter einen mit den Initialen Y.R., von dem Kedar glaubt, dass er der Schuldige ist.

„Nach 25 Jahren ist es an der Zeit, den Rabin-Mord zu untersuchen“, sagte Kedar. „Die erste Untersuchung wurde von einem israelischen Experten auf dem Gebiet der Physik, Nachum Shachaf, durchgeführt. Nach seinen Erkenntnissen ist es keineswegs klar, dass Amir Rabin getötet hat. Warum ist Amir in Einzelhaft? Soll er ruhig gestellt werden? Rabin wurde von einem seiner Mitarbeiter auf Befehl eines Spitzenpolitikers getötet, der befürchtete, dass Rabin vorhatte, sich von den Osloer Abkommen zurückzuziehen.“

Anstatt die Wahrheit zu suchen, benutze die Linke den Rabin-Mord als Methode zur Marginalisierung der Rechten, sagte Kedar. „Die Linken an der Bar-Ilan-Universität beschuldigen die Rechten für den Tod Rabins, weil Amir dort Student gewesen war. Wir haben diese Blutverleumdung satt. Wir wollen eine staatliche Untersuchung, die nicht politisch voreingenommen ist und alle Dokumente und Ergebnisse im Zusammenhang mit dem Mord untersucht.“

An Motzoei Shabbos ist der 24. Jahrestag des Mordes an Rabin. Wie immer wird eine Kundgebung auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv stattfinden, um diesem Anlass zu gedenken. Benny Gantz, blau-weißer Parteivorsitzender, wird als Sprecher vorgestellt, aber Netanyahu wurde nicht eingeladen. Ebenfalls auf der Liste steht Labour-Chef Amir Peretz.

Mitglieder der Labour Partei und des Demokratischen Lagers kritisieren diese Entscheidung und sagen: Es sei „lächerlich, den Vorsitzenden der Partei nicht einzuladen, die Rabin selbst aufgebaut hat und der er angehörte“, sagte MK Itzik Schmuli. „Der Zweck dieses Ereignisses ist es, sich an das Erbe Rabins zu erinnern und nicht um es zu beseitigen.“

In einer Erklärung am Mittwoch kritisierte auch Premierminister Netanyahu Kedars Kommentare. „Ich verurteile diese Kommentare“, sagte Netanyahu in einem Social-Media-Beitrag. „Das ist schwachsinn. Yigal Amir hat Yitzchak Rabin getötet.“

IN-Redaktion

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Von am 30/10/2019. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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