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Nach drei Tagen der Gewalt auf dem Tempelberg ist wieder relative Ruhe eingekehrt

Nach drei Tagen der Gewalt und Zusammenstößen zwischen israelischen Sicherheitskräften und palästinensischen Demonstranten, ist es auf dem Tempelberg wieder relativ ruhig.

Eine Gruppe von religiösen jüdischen Touristen, bestieg am Mittwoch den Tempelberg ohne Zwischenfälle. Seit heute Nachmittag ist aber ein Video in Umlauf, das muslimische Demonstranten zeigt, die an der heiligen Stätte „Allahu Akkbar“ in arabischer Sprache skandierten. Ein Demonstrant wurde von den Sicherheitskräften verhaftet.

Die drei Tage von Sonntag bis Dienstag, waren von Zusammenstößen auf dem Tempelberg überschattet. Schon vor dem Beginn der Feiertage gab es Berichte, dass muslimische Demonstranten Steine, Feuerwerkskörper, Feuerbomben und Rohrbomben horten würden, um damit die jüdischen Besucher auf dem Tempelberg anzugreifen.

Im Laufe der drei Tage wurden von den israelischen Sicherheitskräfte etwa 26 palästinensische Demonstranten festgenommen, bei den Ausschreitungen wurden 14 israelische Polizisten durch Steine und Feuerwerkskörper verletzt, berichtete Ynet. Mindestens 36 Palästinenser wurden bei den Zusammenstößen verletzt, berichtete die palästinensische Maan Nachrichtenagentur.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagte am Mittwoch bei einem Rundgang durch Jerusalem einschließlich der Orte der jüngsten Gewalt, „Israel ist für die strenge Beibehaltung des Status quo auf dem Tempelberg. Der Status quo wird aber ständig durch Randalierer, die sich auf dem Tempelberg verbarrikadieren und die jüdischen Besucher belästgen, gestört. Das ist auch für uns nicht akzeptabel. Wir werden sehen was wir dagegen tun können, in Zusammenarbeit und im Dialog mit Jordanien, und nicht nur mit ihnen.“

In einem Telefongespräch mit US-Vizepräsident Joe Biden, äußerte sich der jordanische König Abdullah am Dienstag besorgt über die Gewalt auf dem Tempelberg. Während des Gesprächs rief Biden „alle Parteien zur Zurückhaltung auf, provokative Aktionen zu unterlassen und den historischen Status quo an der heiligen Stätte zu wahren“, so das Weiße Haus.

Am Montag vor einem Treffen mit dem britischen Premierminister David Cameron in London sagte Abdullah, die Gewalt könnte die jordanischen Beziehungen zu Israel verändern.

Er sagte in einer Erklärung, er sei „sehr besorgt und wütend über die jüngsten Eskalationen in Jerusalem, und zwar an der Al Aksa-Moschee.“

„Weitere Provokationen in Jerusalem, werden die Beziehung zwischen Jordanien und Israel beeinträchtigen; und Jordanien wird keine andere Wahl haben Maßnahmen zu ergreifen“, sagte er.

„Die Vereinigten Staaten sind zutiefst besorgt über die jüngsten Gewalttätigkeiten und eskalierenden Spannungen rund um den Haram al-Sharif. Wir verurteilen alle Gewaltakte“, sagte US-Außenamtssprecher John Kirby.

„Es ist absolut entscheidend, dass alle Seiten Zurückhaltung üben, Provokationen auch in der Rhetorik unterlassen und den historischen Status quo auf dem Haram al-Sharif Tempelberg bewahren“, sagte Kirby.

Der Gesandte der Vereinten Nationen im Nahen Osten, Nikolaj Mladenow, sagte am Dienstag in einer Adresse an den Sicherheitsrat, die Gewalt auf dem Tempelberg könnte einen regionalen Konflikt auslösen.

Redaktion Israel-Nachrichten.org

 

Von am 16/09/2015. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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