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Rabbinerkonferenz: Sorge über Antisemitismus in Europa nach Trump-Wahl

Der Präsident der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER), Moskaus Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, eröffnete das Treffen der Konferenz in Minsk, Belarus, indem er betonte, wie wichtig die Einberufung der Konferenz zum Zeitpunkt der Wahl von Donald Trump war.

Goldschmidt erklärte, dass Trumps Erklärungen in denen er sich auf die innere Sicherheit und auf die wirtschaftlichen Interessen der USA und weniger auf die Außenpolitik konzentrieren würde, bedeutende Auswirkungen für Diaspora-Juden hätten.

Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER). Foto: Eli Itkin

Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER). Foto: Eli Itkin

„Es ist schwer zu wissen, inwieweit die Erklärungen von Herrn Trump Wahlkampfpropaganda waren und inwieweit sie während seiner Präsidentschaft umgesetzt werden“, so Goldschmidt. „Aber auf der Grundlage seiner Aussagen gegenüber den New York Times Reportern am Sonntag, verstehen wir, dass Trump die USA zu einer „Supermacht“ machen will, die einen Sicherheitsschirm über alle ihre Verbündeten spannen will. Aber Sicherheitsunternehmen bieten Dienstleistungen für einen erheblichen Preis und es ist Klar, dass auch die besten Sicherheitsunternehmen in der Welt viel weniger Interesse und Einfluss in Ländern unter ihrer Schirmherrschaft haben.“

Goldschmidt fügte hinzu: „Es ist klar, dass in dieser neuen Weltordnung Amerikas, der Schutz der Minderheitenrechte in vielen Ländern der Welt, nun weniger relevant sein werden. Die Sicherheit der jüdischen Gemeinde wird nun von dem guten Willen jedes einzelnen Landes abhängig sein, eine Situation wie sie in der Vergangenheit bestand. Wir müssen darauf vorbereitet sein, wie Europa ohne den „amerikanischen Sicherheitsschirm“ aussehen wird und wie sich Europa auf seine jüdischen Einwohner beziehen wird.“

In einer Diskussion mit Arutz Sheva fügte Goldschmidt hinzu, dass Trumps Sieg einen starken Impuls auf rechtsextreme Parteien in Europa ausgeübt hat. Obwohl Trump selbst von Juden umgeben ist und nicht des Antisemitismus verdächtigt wird, ist Rabbiner Goldschmidt besorgt darüber, dass diese europäischen Parteien keine jüdischen Verbindungen und keine Sympathie für jüdische Gemeinwesen haben.

 

Von am 15/11/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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