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Polnische Historiker stellen detaillierte Namensliste der Auschwitz-SS-Wachen online

Historiker in Polen haben die Liste der SS-Kommandeure und Wächter im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz online gestellt, in der Hoffnung, dass einige von ihnen noch vor Gericht gestellt werden können.

Das staatliche Institut für Nationales Gedenken sagte am Montag, dass die Liste der „SS-Garnison im KL-Auschwitz“ auf Daten aus Archiven in Polen, Deutschland, Österreich, den USA und in begrenztem Umfang aus Russland basiert, wo die Archive weitgehend unzugänglich sind.

Ein Häftling identifiziert nach der Befreiung einen SS-Wachmann. Foto: Archiv

Die von dem Historikers Aleksander Lasik und dem Auschwitz-Birkenauer Memorial-Center veröffentlichte Liste, hat mehr als 8.500 Einträge. Sie basiert auf einer Namensliste, die Lasik während mehr als 30 Jahren der Archivforschung aufgebaut hat.

„Das Weltjustizsystem ist gescheitert und ich tue, was ein Historiker tun sollte: Die verantwortlichen Personen als Kriegsverbrecher öffentlich machen“, sagte Lasik.

Bis zu 200 ehemalige Wachen aus dem deutschen Todeslager könnten noch leben, sagte er.

Historiker schätzen, dass nur 12 Prozent der Auschwitz-Wächter von Gerichten in Polen und anderswo verurteilt wurden.

Die gesamte Datenbank von Lasik, umfasst mehr als 25.000 Namen von Wachen aus verschiedenen deutschen Lagern. Die Liste ist nicht vollständig und die Suche geht weiter, sagte Lasik der Associated Press.

Die Online-Liste der Auschwitz-Wächter und Kommandanten ist in polnischer, englischer und deutscher Sprache verfasst. Die meisten Einträge umfassen das Datum und den Ort der Geburt, Nationalität, Bildung, Wehrdienst und Parteizugehörigkeit. Bei einigen liegt ein Foto bei.

Gerichtsurkunden sind enthalten, wenn die Person in Polen verurteilt wurde. Wie zum Beispiel der Eintrag für Rudolf Höß, der von 1940 bis 1943 Lagerkommandant in Auschwitz war. Seine Akte enthält eine Fotokopie des Todesurteils aus dem Jahr 1947, die von einem Gericht in Krakau, Polen, übergeben wurde.

Die Ausstellungstermine in Auschwitz werden bis zur Veröffentlichung geprüft.

Der Nazijäger Efraim Zuroff sagte, die Veröffentlichung der Namen sei „sehr wichtig und richtig“ und könnten „praktische Implikationen“ haben, wenn die Nazi-Verbrecherforscher in Deutschland einige der Namen nicht kennen.

Es wird geschätzt, dass von 1940 bis 1945 die Nazi-Deutschen etwa 1,1 Millionen Menschen in den Todeslagern ermordeten, die sie im besetzten Polen betrieben.

Etwa 1 Million Opfer waren europäische Juden, bis zu 75.000 Polen, etwa 21.000 Roma und Sinti, sowie etwa 15.000 sowjetische Kriegsgefangene.

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Von am 01/02/2017. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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