Meine Seite

Abonnieren

  • Subscribe via Email
  • Facebook
  • Twitter

Fragebogen: deutsch-jüdisches Multitalent Hugo Egon Balder

Er war schon als Moderator, Fernsehproduzent, Musiker, Schauspieler, Kneipenwirt und Kabarettist tätig. Das Licht der Welt erblickte er 1950 in West-Berlin als Sohn eines christlichen Vaters und einer jüdischen Mutter, die zu den Überlebenden des KZ Theresienstadt gehörte.

Hugo Egon Balder. Foto: Copyright Axl Klein

Bekannt wurde Balder zunächst als Moderator bei Radio Luxemburg und als Interpret der westdeutschen Version des DDR-Schlagers „Erna kommt“. Danach folgte eine TV-Karriere mit Erotik-Sendungen wie „Tutti Frutti“ oder Quizshows wie „Genial daneben“. Die Show bei SAT.1 entpuppte sich als genialer Zuschauermagnet und kam zwischen 2003 und 2011 auf mehr als 400 Folgen.

Aufgrund des Erfolgs gibt es nun ein Comeback. Eine neue Staffel von „Genial daneben“ startet in diesem März. Die „Israel-Nachrichten“ haben dies zum Anlass genommen, den deutsch-jüdischen Fernsehmacher einen kurzen Fragebogen ausfüllen zu lassen.

Was sagen Sie, wenn Sie jemand nach Ihrem Beruf fragt?

Gaukler!

Wann und wie kam in Ihrer Karriere der Durchbruch?

Irgendwann im letzten Jahrtausend!

Haben Sie alle ihre TV-Shows mit Begeisterung moderiert?

Teilweise auch mit Widerwillen!

Was sagen Sie zum dezeitigen Vertrauensverlust der Medien in Deutschland?

Ich vertraue nur der Bild-Zeitung.

Wann haben Sie sich erstmals intensiver mit ihrer jüdischen Abstammung befasst?

Als meine Mutter starb.

Wann haben Sie erstmals von den Erlebnissen Ihrer Mutter im KZ erfahren?

Als Kind, aber es gab keine Erzählungen.

Welche religiösen Feiertage standen in Ihrem Elternhaus im Vordergrund?

Keine!

In Ihrer Heimatstadt Berlin gab es auf islamistischen Demos kürzlich Rufe wie „Scheiß-Juden, wir kriegen euch!“ oder „Israel vergasen!“. Was denken Sie, wenn Sie so etwas hören?

Ich denke an die Worte meiner Mutter: „Es könnte alles wieder kommen.“

In Ihrer Zeit als Schlagersänger und als „Tutti Frutti“-Moderator wusste kaum jemand, dass Sie Jude sind. War Ihnen das recht?

Es hat mich nicht interessiert.

Was sagen Sie zum aktuellen jüdischen Leben in Deutschland?

Ich kenne mich zu wenig aus.

War Ihre jüdische Abstammung für Sie einmal von Vorteil oder von Nachteil?

Nein!

Was sagen Sie zum derzeitigen deutsch-israelischen Verhältnis?

Ich beantworte diese Frage, wenn ich mit Frau Merkel telefoniert habe.

Was würden Sie verändern, wenn Sie Bundeskanzler wären?

Ich würde Verbote verbieten.

Vielen Dank Herr Egon Balder.

Quelle: IMH-Nachrichtenagentur

 

Von am 01/03/2017. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

Durch einen technischen Fehler, ist die Kommentarfunktion ausgeschaltet!

Leserkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wie in einer Demokratie ueblich achten wir die Freiheit der Rede behalten uns aber vor, Kommentare nicht, gekuerzt oder in Auszuegen zu veroeffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht beruecksichtigt.