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Wer Kindern Gutes tun will lässt sie mit gutem Spielzeug spielen

Platon 428/427 bis 348/347 BCE war sich der entwicklungsrelevanten Bedeutung des Spiels durchaus bewusst und besprach sie ausführlich in seinen Hauptwerken Politeia und Nomoi.

Spiel als Frühförderung von Jugendlichen, nicht nur, um den Körper zu stärken, sondern auch die Fähigkeit mit anderen gemeinsam etwas zu erreichen. In der modernen Sozialpädagogik spricht man von Teambildung.

Mifalot Education and Society Enterprises

Mifalot ist die grösste Organisation im Nahen Osten, die Sport als Plattform für sozialen Wandel sieht. Sie wurde 1997 von Hapoel Tel Aviv gegründet und wird heute von der gesamten Regierung und zahlreichen Industrieunternehmen unterstützt. Innerhalb Israels gibt es in etwa 250 Projekte, dazu zahlreiche internationale Aktivitäten. Mehr als 250 Trainer erreichen mit ihrer Arbeit im Jahr mehr als 30.000 Menschen. Die Programme sind zwar standardisiert, werden aber entsprechend den Bedürfnissen der Gruppen zusammengestellt.

Ganz unbemerkt von der Öffentlichkeit reiste eine kleine Gruppe von drei israelischen Fussballtrainern nach Irbid (Jordanien). Fayad Shalabi  , der die Gruppe als Vertreter von Mifalot begleitete, arbeitet schon seit geraumer Zeit mit Partnern aus Jordanien und der PA zusammen. Trotzdem sei dieses Seminar für ihn etwas ganz Besonderes gewesen. Sie hätten Bedenken gehabt, ihre Nationalität bekannt zu geben.

Die Gruppe, die sie während einer Woche betreuten umfasste zwanzig junge syrische Flüchtlinge, zehn Männer und zehn Frauen, eine davon mit ihrem Baby. Die Unterbringung war in einem Hotel organisiert worden, trainiert wurde auf dem öffentlichen Sportplatz. Allen war Eines gemeinsam, es war ihnen gelungen aus dem syrischen Kriegsgebiet zu fliehen. Die meisten von ihnen sind arbeitslos, die, die Arbeit haben, müssen für ein beschämen geringes Entgelt hart arbeiten.

Das Seminar bot für alle einen kurzen Unterbruch aus dem harten und perspektivlosen Flüchtlingsalltag.

Neben dem Fussballspiel standen auch theoretische Inhalte, wie Gruppendynamik, Spielstrategie und persönlichkeitsstärkende Übungen auf dem Programm.

Nancy Falah beschrieb ihre Gefühle: „Meine ganze Familie wurde auseinander gerissen, einige sind noch in Syrien, andere sind in Kanada oder Deutschland, einige leben nicht mehr. Wir leben hier in einer schwierigen Realität, aber die letzten Tage haben meine Hoffnung erneuert. Und ich hoffe, dass wir mit den Dingen, die wir hier gelernt haben, einen neuen Weg anfangen können und damit auch Einfluss auf andere Flüchtlinge nehmen können.

Trotz anfänglicher Bedenken gaben sich die Trainer gegen Ende des Seminars als Israelis zu erkennen. Zu ihrer grossen Freunde änderte sich nichts in den guten, bis dahin gewachsenen Beziehungen.

MK Yitzhak Hanegbi, Minister für Regionale Zusammenarbeit und Entwicklung zeigt sich überzeugt, dass solche Veranstaltungen dazu beitragen können, nachhaltig auf die Beziehungen zwischen den Nachbarstaaten in der Region einzuwirken. Sport, so sagte er, ist ein Weg, der geschlechtsneutral ist, Nationalitäten und Religionen unbeachtet lässt und zeigt, dass die Sehnsucht und die Hoffnung auf Frieden die Basis für alles andere ist.

Von Esther Scheiner

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Von am 15/05/2017. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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