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Rivlin trifft sich mit tausenden Schülern in Melbourne

Der israelische Präsident Reuven Rivlin setzte seinen offiziellen Besuch in Australien am Montag fort und reiste nach Melbourne, wo er seinen Tag mit einem kraftvollen und bewegenden Treffen mit Tausenden von Schülern aller jüdischen Schulen in der Stadt begann.

Rivlin trifft Schulkinder in Melbourne, Australien. Foto: GPO

Tausende Schulkinder begrüßten den Präsidenten, schwenkten israelische Flaggen und sangen „Heveinu Shalom Aleichem / Wir bringen Euch den Frieden“ und der Präsident sang mit.

„Es ist so wunderbar, hier bei Ihnen zu sein und so viele junge Juden zu sehen, die stolz auf ihr Erbe, stolz auf ihre jüdische Identität und stolz auf den jüdischen und demokratischen Staat Israel sind“, sagte Rivlin den Schülern zu Beginn ihres Treffens.

In seinen Ausführungen zu den Schülern sprach Rivlin über das Thema Mobbing und soziale Ausgrenzung in Schulen und erzählte ihnen von der Kampagne, die letzte Woche in Israel mit dem Titel „Don’t Stand By“ gestartet wurde.

Während des Besuchs des Präsidenten in Australien wurde die Geschichte des 9-jährigen Quaden Bayles, der in der Schule unter Mobbing leidet, veröffentlicht. Bayles, der Berichten zufolge an einer angeborenen Krankheit leidet, die zu Zwergwuchs führt, leidet aufgrund seines Aussehens unter anhaltendem Missbrauch. In einem Film, der von Quadens Mutter hochgeladen wurde, weint er und sagt, dass er lieber sterben würde, als weiterhin den Missbrauch durchzustehen, den er erlebt. Der Clip hat in Australien und an anderen Orten umfangreiche Debatten ausgelöst und viele Menschen auf der ganzen Welt haben sich verpflichtet, dem Kind und seiner Mutter zu helfen.

Bei seinem Schulbesuch stellte der Präsident den Schülern die Initiative „Don’t Stand By“ gegen soziale Ausgrenzung und Mobbing unter Kindern und Jugendlichen vor. Bevor er sprach, wurde das für die Kampagne erstellte Video gezeigt. Nach dem Film sagte Rivlin: „Mobbing ist Gewalt. Es ist eine schreckliche Erfahrung. Kein Kind sollte sozialer Ausgrenzung und verletzenden Kommentaren ausgesetzt sein. Leider scheinen soziale Medien dafür einfach mehr Möglichkeiten zu bieten. Als wir in Israel sahen, wie schrecklich Mobbing in Schulen ist, wusste ich, dass ich als Präsident nicht zusehen darf. Unsere Botschaft ist einfach – steh auf und sei bereit, auch wenn es dir schwerfällt. Steh bereit!“

Anschließend sprach der Präsident mit den Schülern und beantwortete ihre Fragen, unter anderem zu den Beziehungen zwischen Israel und jüdischen Gemeinden auf der ganzen Welt und zu Ängsten vor Antisemitismus.

„Während wir daran arbeiten, die Zusammenarbeit zwischen den vier Stämmen Israels aufzubauen, ist es ebenso wichtig, unsere Verbindungen zum fünften Stamm Israels – der globalen jüdischen Gemeinde – zu stärken. Und besonders mit Euch, die Ihr die Zukunft des jüdischen Volkes seid. Wir sind eine Nation. Eine Familie. Wir haben gemeinsamen Interessen. Wir haben ein gemeinsames Schicksal.“ Rivlin bemerkte auch: „Wir in Israel sind zutiefst besorgt über die Zunahme antisemitischer Angriffe auf der ganzen Welt, insbesondere gegen jüdische Studenten.“

„Wir müssen keine Toleranz für Rassismus und Antisemitismus haben. Wir können nicht akzeptieren, dass jüdische Studenten irgendwo auf der Welt Angst haben eine Kippah zu tragen, oder ihre Unterstützung für Israel auszudrücken“, sagte Präsident Rivlin.

Rivlin sprach auch mit den Schülern über das Treffen, das er mit Weltführern in Jerusalem einberufen hatte: „Letzten Monat habe ich fast fünfzig Weltführer in Jerusalem empfangen, darunter Generalgouverneur Hurley. Sie alle drückten ihr Engagement für die Bekämpfung des antijüdischen Hasses aus. Ich glaube, sie verstehen, dass Antisemitismus nicht nur ein jüdisches Problem ist – Antisemitismus, Rassismus, Hass und Faschismus sind ein Problem für alle Gesellschaften, die Toleranz und Demokratie schätzen. Ich glaube, dass es auch auf der ganzen Welt ein wachsendes Verständnis gibt, das versucht, Israel zu dämonisieren und zu boykottieren, und die Grenze zwischen einer legitimen Debatte, die wir natürlich unterstützen, und einer neuen Form des Antisemitismus, gegen die wir uns alle stellen müssen.“

Am Ende dieser Ausführungen sagte der Präsident: „Wenn ich Euch sehe, bin ich voller Optimismus. Optimismus über die Zukunft der Beziehungen zwischen Australien und Israel und über die Zukunft der tiefen Bindung zwischen dem jüdischen Volk und dem jüdischen Staat. Nochmals vielen Dank für alles, was Ihr tut. Ich freue mich darauf, Euch bald in Jerusalem, unserer ewigen Hauptstadt, zu sehen.“

IN-Redaktion

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Von am 24/02/2020. Abgelegt unter Welt. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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