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Israel kritisiert die deutsche Kunsthochschule wegen „Antisemitismus“

Die israelische Botschaft in Berlin beschuldigte am Freitag eine Berliner Kunsthochschule, Antisemitismus gegen den jüdischen Staat zu schüren, indem sie ein Programm mit dem Titel „Schule zum Verlernen des Zionismus“ unterstützte, das die Existenz des Staates Israel leugnet.

Die Botschaft schrieb in einer Reihe von drei Tweets, dass die Berliner Kunstakademie Weissensee „einen Workshop veranstaltet, dessen Titel Israels Existenz bereits negiert, was eine Umarmung des Antisemitismus ist“.

In dem Tweet heißt es weiter: „Die von der Bundesregierung angenommene Arbeitsdefinition für Antisemitismus der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) nennt als Beispiel die Verweigerung des Selbstbestimmungsrechts des jüdischen Volkes. Diese Programm von Ereignissen fällt unter diese Definition und sollte als das anerkannt werden, was es ist: antizionistisch und antisemitisch.“

Die Botschaft fügte hinzu: „Es sollte heute keine Toleranz für die Delegitimierung Israels und den Antisemitismus in Deutschland geben.“

Das Anti-Israel-Projekt an der Weissensee Kunstakademie Berlin wurde von Aktivisten organisiert, die an der Boykott-, Veräußerungs- und Sanktionskampagne gegen Israel beteiligt waren. Der Bundestag hat im vergangenen Jahr eine Resolution verabschiedet, in der BDS als antisemitische Bewegung bezeichnet wird, die Parallelen zum Programm in den 1930er Jahren „Kauft nicht bei Juden!“ der Nazibewegung aufweist.

Die Akademie der Künste hat am Wochenende das angeblich antisemitische Programm „Schule für das Verlernen des Zionismus“ von ihrer Website gestrichen.

Die Berliner Zeitung berichtete am Sonntag, dass „den Veranstaltern die Mittel für das Programm entzogen wurden“.

Die Jerusalem Post hat ein angeblich antiisraelisches Programm aus dem Semester 2017-2018 der Akademie mit dem Titel „Dinge, die im Gewächshaus von Sheikh Alis Familie nie passiert sind“ ausfindig gemacht. Der Kurseintrag lautet: „Der Palästinenserkrieg oder der israelische Unabhängigkeitskrieg von 1948 hat 700.000 Palästinenser aus ihrer Heimat vertrieben und zu einer Flüchtlingskrise geführt, die noch nicht gelöst ist. Palästinenser nennen diese Massenvertreibung Nakba – Arabisch für Katastrophe.“

Der Kurs 2017-2018 präsentiert nur die arabische Sicht des israelisch-palästinensischen Konflikts.

Die Anti-BDS-Resolution ist zwar unverbindlich, ermutigt jedoch öffentlich finanzierte Institutionen, BDS-Aktivitäten nicht zu unterstützen. Die 1946 gegründete Weissensee Kunstakademie Berlin, wird öffentlich gefördert.

Drei deutsche Abgeordnete haben sich offenbar der Anti-BDS-Bundestagsresolution widersetzt. Omid Nouripour von der Grünen Partei, Christine Ann Buchholz von der Linkspartei und Aydan Ozoguz von der Sozialdemokratischen Partei sind alle im Beirat einer Pro-BDS-Einheit – der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft -, die die Abschaffung des jüdischen Staates gefordert hat in einer Kunstausstellung ohne Bezug zur Weissensee-Akademie.

Charlotte Knobloch, Präsidentin der jüdischen Gemeinde München und Holocaust-Überlebende, sagte, dass die Abgeordneten aus den Pro-BDS-Gruppen ausscheiden sollten. Die drei Abgeordneten lehnten es ab, sich dazu zu äußern, ob sie die antisemitische Kunstausstellung genehmigten.

Von Benjamin Weinthal
Dieser Artikel ist in englischer Sprache in der Jerusalem Post erschienen.
Übersetzung: Dr. Dean Grunwald,
für israel-nachrichten.org

 

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Von am 13/10/2020. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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