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Spanischer Diplomat posthum als Gerechter unter den Völkern geehrt

Sebastian de Romero Radigales, ein spanischer Diplomat dessen Bemühungen Hunderte von Juden im Holocaust retteten, wurde von Yad Vashem zum Gerechten unter den Völkern ernannt.

Seine Enkelin Elena Colitto Castelli, nahm die posthume Auszeichnung am Dienstag bei einem Festakt in der Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem entgegen. Anwesend waren Spaniens Botschafter in Israel, Fernando Carderera und Isaak Revah, der durch Radigales gerettet wurde.

Im Jahr 1943 wurde Radigales in Athen zum neuen Leiter der spanischen diplomatische Delegation ernannt, zu einer Zeit als die Juden aus Saloniki in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurden. Durch Radigales Bemühungen hatten die Deutschen vereinbart, Juden mit italienischen und spanischen Staatsbürgerschaften von der Deportation auszuschließen, wenn sie in ihre Herkunftsländer zurückgeführt würden.

Radigales arbeitete an der Rückführung von 510 Juden aus Saloniki, die eine spanische Staatsbürgerschaft hatten. Trotz der Anweisungen vom Außenminister Griechenlands „passiv zu bleiben und jede Eigeninitiative zu vermeiden“, heißt es in der Erklärung von Yad Vashem.

Am 13. August 1943, kam eine Gruppe von 367 Juden mit spanischer Staatsbürgerschaft im Lager Bergen-Belsen an. Sie wurden von Radigales geschützt, bis die spanische Regierung ihre Ausreise nach Spanisch-Marokko erlaubte. Ihre Reisedokumente trugen Radigales Unterschrift.

Isaak Revah, der zu der Zeit ein Kind war erinnerte sich, wie seine Gruppe im Februar 1944 das Konzentrationslager verlassen durfte.

„Dass jemand aus einem Nazi-Lager entlassen wurde, war ein außergewöhnliches Ereignis. Dies ging nur dank eines hervorragenden, mutigen und humanen Menschen“, schrieb Isaak Revah in seinem Antrag an Yad Vashem, damit Radigales geehrt und als Gerechter unter den Völkern anerkannt wurde.

Sebastian de Romero Radigales, starb 1970.

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 01/10/2014. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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