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Lobby-Gruppe: Israelisch-britische Beziehungen sind stark

Trotz der Proteste gegen Benjamin Netanyahus Besuch in Großbritannien und einer Petition für seine Festnahme, sind die britisch-israelischen Beziehungen stärker als je zuvor, behauptet die größte Pro-Israel-Lobby-Gruppe des Königreichs.

Der israelische Ministerpräsident der am Mittwoch gemeinsam mit seiner Frau Sara nach London abgereist ist, wird sich mit seinem britischen Amtskollegen David Cameron treffen, um unter anderem über die Möglichkeiten zur Bekämpfung des extremistischen Islam zu diskutieren, heißt es in einer Erklärung aus dem Büro des Ministerpräsidenten.

Trotz der Meinungsverschiedenheiten über das Atomabkommen mit dem Iran – Großbritannien ist Vertragspartei des Gemeinsamen umfassenden Aktionsplanes über den Iran, dem sich Israel widersetzt – sind die „bilateralen wirtschaftlichen Beziehungen stärker als je zuvor“, sagte Alan Johnson vom Britannien Israel Communications Research Center BICOM.

Im Vorfeld des zweitägigen Besuchs hat die britische Regierung bekannt gegeben, dass israelische Unternehmen 4,6 Millionen Euro in Süd-Wales investieren wollen, sagte Johnson während einer Telefonfragerunde die durch das New Yorker Jewish Council for Public Affairs organisiert wurde. „Die Wirtschaftsbeziehungen haben sich in den letzten Jahren vertieft“, so Johnson, der für die führende Pro-Israel-Lobby-Gruppe in Großbritannien arbeitet. Der bilaterale Handel mit Großbritannien – Israels zweitgrößter Exportmarkt nach den USA – liegt bei 7,84 Mrd. Euro.

Aber die politischen Spannungen werden bestehen bleiben, vor allem über den Iran, sagte der britische Außenminister Philip Hammond. Der letzten Monat noch behauptet hatte, dass der Iran eine „differenziertere“ Annäherung an Israel vorgenommen habe, was prompt vom iranischen Regierungssprecher Marziyeh Afkham bestritten wurde.

„Es ist die beste aller Zeiten, und es ist auch die schlechteste aller Zeiten“, sagte Johnson.

Unterdessen zirkuliert eine Petition für die Festnahme von Netanyahu im Vereinigten Königreich, wenn er nach Großbritannien reisen sollte. Sie hat bisher mehr als 107.000 Unterschriften in Großbritannien erreicht, wo sie von pro-palästinensischen Aktivisten – die Netanyahu für Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschuldigen – im Lauf gehalten wird. Die Aktivisten halten Protestkundgebungen in der Nähe mehrerer Orte ab, die Netanyahu besuchen will.

Vor dem Einsteigen in sein Flugzeug sagte Netanyahu, Europa sollte Israel unterstützen, denn „Israel bietet den einzig wahren Schutz im Nahen Osten gegen die wogen des extremistischen Islam nach Europa.“

Netanyahu fügte hinzu, „Israel ist bereit, gemeinsam mit Europa in Afrika und an anderen Orten den extremistischen Islam zu bekämpfen, aber dies erfordert eine Änderung der Vorgehensweise in der Politik der EU.“ Diese Änderung fügte er hinzu, wird ein Schwerpunkt seiner Gespräche mit Cameron sein.

Redaktion Israel-Nachrichten.org

 

Von am 09/09/2015. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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