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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (24. Februar – 1. März 2016)

Die palästinensische Terrorwelle dauert an. In der vergangenen Woche traten die Messerstechattacken in den Regionen Bet El, Ma’aleh Adumim und Gush Etzion besonders hervor. Bei einer Messerstechattacke in Gush Etzion wurde ein israelischer Reserveoffizier von einem Querschläger tödlich getroffen, als Soldaten auf den Attentäter schossen. In Ma‘aleh Adumim wurde ein Wachmann in einem Einkaufszentrum durch Beilhiebe lebensgefährlich verletzt, die ihm ein dort angestellter Palästinenser zufügte. Damit stieg die Zahl der israelischen Todesopfer der gegenwärtigen Terrorwelle auf 33.

Die israelischen Sicherheitskräfte nahmen zwei Brüder in Hebron fest, die mit Scharfschützengewehren mehrmals auf israelische Zivilisten und Soldaten im Raum Hebron geschossen hatten. Einer der beiden hatte Verbindungen zur Hamas. Die Anschläge wurden zwischen November 2015 und Januar 2016 ausgeführt. Die beiden Brüder übergaben das zuvor in einer Moschee versteckte gehaltene, improvisierte Scharfschützengewehr, mit dem sie ihre Taten begingen, den Sicherheitskräften.

Anschläge bzw. Anschlagsversuche in der vergangenen Woche

26. Februar 2016 – Messerstechattacke: Ein Palästinenser versuchte, Soldaten am „Fokus“-Checkpoint bei Bet El (nördlich von Ramallah) niederzustechen. Dabei wurde der Angreifer erschossen. Palästinensischen Medienberichten zufolge handelte es sich um Mahmoud Mohammed Shaalan (17) aus Dayr Dibwan (östlich von Ramallah). Shaalan war Schüler im Gymnasium und Mitglied des Sportklubs „Dayr Dibwan Unity“. Laut palästinensischen Quellen war er amerikanischer Staatsbürger und drei Tage vor dem Anschlag aus den USA angereist. Die Hamas und die Fatah veröffentlichten Traueranzeigen (Facebook-Seite zum Andenken an Mahmoud Shaalan; Facebook-Seite der Hamas in Nablus; Facebook-Seite des Sportklubs „Dayr Dibwan Unity“; Finiq News, 26. Februar 2016).

26. Februar 2016 – Messerstechattacke: In der Nacht vom 25. zum 26. Februar 2016 wurde ein Wachmann im Eingangsbereich des Einkaufszentrums in Maaleh Adumim niedergestochen und dabei lebensgefährlich verletzt. Der Attentäter konnte fliehen. Auf der mutmasslichen Fluchtroute wurde ein Beil gefunden, vermutlich die Tatwaffe. Die Sicherheitskräfte leiteten sofort eine Fahndung nach dem Angreifer ein. Etwa einen Tag nach der Tat verhafteten sie Sa’adi Ali Abu Hamad (21) aus Azaria, nachdem ihn ein Familienangehöriger den Behörden gemeldet hatte. Sa‘adi Ali Abu Hamad war ein Angestellter des besagten Einkaufszentrums und kannte sein Opfer.

24. Februar 2016 – Messerstechattacke: An der Gush-Etzion-Kreuzung versuchte ein Palästinenser einen Reserveoffizier der israelischen Armee niederzustechen. Soldaten an der Kreuzung eröffneten das Feuer und trafen irrtümlich den Offizier, der später seinen Verletzungen erlag. Der Messerstecher wurde mittelschwer verletzt.
• Laut palästinensischen Medienberichten handelte es sich beim Terroristen um Mamdouh Yusuf Mohammed Amru (27) aus Dura südlich von Hebron (Website Shaab, 25. Februar 2016). Der Attentäter hat im Dorf Al-Majed südlich von Hebron als Mathematiklehrer gearbeitet (Quds Press, 24. Februar 2016).
• Ein Blick auf die Facebook-Seite des Messerstechers verrät, dass sie seit November 2015 nicht mehr aktiv war. Vorher hatte der Messerstecher Gedichte, Fotos von Familienanlässen, Koranverse etc. gepostet. In einem Post vom Mai 2015 bringt er Hass auf „Ungläubige“ und Drusen zum Ausdruck, die er, wie er schreibt, am liebsten alle mit einem Kaschnikow-Gewehr erschiessen will.

Ergebnisse der Befragung des Messerstechers von Aschkelon

Rund zwei Wochen nach dem Anschlag in Aschkelon, bei dem ein Messerstecher auf einen israelischen Soldaten einstach, stellte sich heraus, dass der Attentäter, ein sudanischer Staatsbürger, bei seiner Tat vom IS inspiriert war. Das Verhör ergab, dass der Attentäter Kamal Al-Aziz Hassan Mohammed auf seinem Telefon Bilder von IS-Aktivisten aus aller Welt gespeichert hatte.

Zwei palästinensische Scharfschützen aus Hebron verhaftet

Die israelischen Sicherheitskräfte verhafteten zwei Brüder aus Hebron, die verdächtigt wurden, eine Reihe von Anschlägen mit Scharfschützengewehren gegen Zivilisten und Soldaten im Raum Hebron verübt zu haben. Dabei wurden vier israelische Zivilisten verletzt. Bei den Brüdern handelt es sich um den Hamas-Anhänger Nasser Faisal Mohammed Badawi (23) und dessen Bruder Akram Feisal Mohammed Badawi (33). Beim Verhör verreiten die beiden Verdächtigen das Versteck der Tatwaffe, ein improvisiertes Scharfschützengewehr mit selbst gebasteltem Schalldämpfer, das in einer Moschee aufbewahrt wurde. Zudem wurde bei ihnen eine Maschinenpistole vom Typ „Carlo“ (Carl Gustav) gefunden, mit dem sie weitere Anschläge geplant hatten. Die meisten Schusswaffenattentate verübten sie aus einer leerstehenden Wohnung, die sich gerade im Umbau befand. Die beiden Attentäter verübten folgende Anschläge:

• 6. November 2015 – Am Grab der Patriarchen versammelte Betende werden aus der Ferne beschossen. Zwei Menschen werden verletzt.
• 25. November 2015 – Ein Militärfahrzeug wird beschossen und dabei beschädigt.
• 3. Januar 2016 – Eine Gruppe von Soldaten wird beschossen. Dabei wird eine Rekrutin mittelschwer bis schwer verletzt.
• 3. Januar 2016 – Soldaten an einem Checkpoint südlich von Hebron werden unter Beschuss genommen. Ein israelischer Soldat wird leicht verletzt.
• 16. Januar 2016 – Aus einem Gebäude im Viertel Abu Sneina in Hebron heraus werden Schüsse abgegeben. Niemand wird getroffen. Beim Schützen handelte es sich um Akram Faisal Mohammed Badawi. Er war am 9. Januar 2016 verhaftet und verhört und anschließend wieder freigelassen worden. Sein Bruder saß zu jener Zeit bereits in Haft.

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 04/03/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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