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Touristenführerin in Auschwitz verbreitet Antisemitismus

Belgische Anti-Rassismus-Gruppen sind empört über die Ausstrahlung eines Videos in einem öffentlichen Fernsehsender, dass eine Touristenführerin in Auschwitz zeigt die Jugendlichen Besuchern erzählt, dass sie wegen Israel pro-palästinensisch und antisemitisch wäre.

Das Video wurde vom flämischen VRT-Netzwerk am 8. Mai im Rahmen des Programms Terzake ausgestrahlt. Es ging um eine Reise der Organisation „Zug der 1000“ in die ehemaligen Nazi-Todeslager in Polen, der von einer Nicht-Regierungs-Gruppe für 1000 Jugendliche aus Belgien organisiert wurden war. Das Programm soll die Jugendlichen über den Holocaust informieren, um sie über die Gefahren von Rassismus aufzuklären.

Im Lager von Auschwitz wurde die Gruppe von der Touristenführerin Lydia Chagoll, 84, betreut die sagte: „Ich bin pro-palästinensisch und Ich bin antisemitisch.“ Chagoll sagte dies im Gespräch mit der 18-jährigen belgischen Gymnasiastin palästinensischer Herkunft, Fida’a Temraz und mehreren anderen Studenten.

Termaz sagte in einem Interview des Sender VRT: „Die Situation jetzt in Palästina, die Besatzung, sowie der Holocaust und das Judentum, ist alles miteinander verbunden.“ Sie fügte hinzu: „Hätten sie [die Juden] das nicht erlebt, wäre ich nie nach Belgien gekommen. Ich wäre in Palästina geboren und aufgewachsen.“

Touristenführerin Lydia Chagoll, eine Künstlerin und Schriftstellerin, verbrachte den Zweiten Weltkrieg im Fernen Osten. Sie war in einem japanischen Gefangenenlager interniert, nachdem ihre niederländischen Eltern aus dem von den Nazis besetzten Holland ins heutige Indonesien flohen. Dies geht aus einer Biographie hervor, die Chagoll in einem ihrer Bücher veröffentlichte.

Aber in Auschwitz tat sie gegenüber der Touristengruppe so, als wäre sie selbst dort inhaftiert gewesen. Sie beschrieb den jungen Studenten wie der Geruch von verbranntem Fleisch in Auschwitz „alles durchdrungen habe, das Holz und die Wände“ und „es war etwas, das man nicht vergessen kann.“

Sie sagte der Gruppe auch, dass die Juden sich im Camp nackt ausziehen mußten und en masse niedergeschossen wurden – eine Aussage die umstritten ist wie Efraim Zuroff vom Simon Wiesenthal Center der Agentur JTA sagte. Seiner Kenntnis nach, gab es nur sporadische Erschiessungen in Auschwitz .

Joel Rubinfeld, Präsident der belgischen Liga gegen Antisemitismus, sagte der Agentur JTA: „Die Reise nach Polen sollte die Jugendliche gegen Antisemitismus sensibilisieren und nicht damit infizieren.“

Er fügte hinzu, dass seine Gruppe die Einleitung rechtlicher oder disziplinarische Maßnahmen gegen VRT prüfen werde.

Weder VRT noch die Reise Organisatoren, waren zu einer Stellungnahme bereit.

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 14/05/2015. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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