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Meine Gedanken an Aharon Appelfeld aus der Bukowina

Wieder einmal wohnte ich vor zwei Jahren bei meiner Freundin Hedwig Brenner einige Wochen in Haifa. Um mein Wohl war sie immer bemüht, auch ließ sie nicht locker, dass ich den einen oder die andere aus Czernowitz um ein Gespräch bitte. Aharon Appelfeld hatte sie für mich ausgesucht, wollte, dass ich zum ihm fahre, nahm das Telefon und rief seine Nummer an.

Aharon Appelfeld

„Hallo Herr Appelfeld, hier ist Hedy Brenner aus Czermnowitz, Sie kennen mich?“ „Ja, ja, Frau Brenner habe von Ihnen und ihren Büchern gehört“.“ Weiter jubelte Hedy Brenner ins Telefon: „Bei mir zu Besuch ist meine Freundin aus Berlin, die mit Ihnen sprechen möchte“. Ein Ausweichen war nicht mehr möglich. Ich sprach mit Aharon Appelfeld, sprach über dies und das und meinen Wunsch, mit ihm ein Gespräch zu führen. Sofort fiel er darauf rein und bat mich nach Jerusalem zu kommen, was ich auch wollte, doch schaffte ich es zeitlich nicht mehr. Zuvor war ich einige Tage in Jerusalem, schöne Tage mit interessanten Begegnungen hatte ich hinter mir, nun nochmal von Haifa nach dort ging nicht mehr, das Flugzeug nach Berlin wartete nicht.

So verpasste ich es, ihn, den israelischen Schriftsteller aus der Bukowina persönlich zu treffen. Es blieb bei dem Telefongespräch. In diesem Frühjahr wollte ich zu ihm, auf jeden Fall. Aharon Appelfeld lebt nicht mehr, er ist am 4. Januar gestorben, und ich kann seiner Familie nur noch aus vollem Herzen meine Grüße des Gedenkens schicken.

Von Christel Wollmann-Fiedler

Aharon Appelfeld überlebte als Kind den Holocaust und war einer der führenden Schriftsteller Israels, mit Dutzenden von Sammlungen von Kurzgeschichten und Romanen, die in 35 Sprachen übersetzt wurden.

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Von am 05/01/2018. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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