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Das Ende der UN(Schuld) ……. wie man die Welt zum Narren hält

Nelson Mandela schrieb im Vorwort zum „Weltbericht Gewalt und Gesundheit“ der WHO aus dem Jahr 2003 «Wir sind es unseren Kindern, den schwächsten Bürgern einer jeden Gesellschaft, schuldig, dass sie ein Leben ohne Gewalt und Furcht leben können».

Die WHO definiert in diesem Papier erstmals Gewalt als den absichtlichen Gebrauch von angedrohtem oder tatsächlichem körperlichen Zwang oder physischer Macht gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder Gemeinschaft, der entweder konkret oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen, Tod, psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation führt.

Eine allumfassende Definition, die vom Suizid bis zum Genozid reicht. Die festhält, dass Gewalt gegen andere immer ohne die Zustimmung der betroffenen Person oder Personengruppe ausgeübt wird. Und, dass Gewalt mehr bewirkt, als auf den ersten Blick sichtbar wird. Die «gesunde Watsche», früher einmal das Zeichen von elterlicher Autorität und heute verpöntes und unter Strafe gestelltes Zeichen von purer Gewaltausübung hinterlässt sichtbar kaum mehr, als ein paar rote Streifen auf der Wange des so misshandelten Kindes. Der wirkliche Schaden manifestiert sich in der Seele, der Psyche, die zutiefst traumatisiert wird.

Von der Hamas und ihren affiliierten Terrororganisationen ist hinreichend bekannt, dass sie nichts lieber tun, als Lügen zu verbreiten und sich dabei nicht scheuen, Ursache und Wirkung zu verdrehen. In den arabisch-islamisch dominierten Gremien der UN, wie dem Sicherheitsrat und dem Menschenrechtsrat, honoriert man dies mit entsprechenden Abstimmungsergebnissen. Und auch europäische Länder entblöden sich nicht, den Kotau vor dem Islam zu machen. Der Grund dafür entzieht sich meiner Phantasie, haben sie vielleicht Angst, sich klar gegen den Terror zu stellen? Haben sie Angst vor möglichen Folgen auf Basis der Sharia und Opfer einer Fatwa zu werden? Ist die islamische Propaganda schon so sehr in den Köpfen von demokratischen Politikern, die der Wahrheit verpflichtet sein sollten, verankert?

Ein stark verkürztes Zitat aus Sure 5, 32 wird gerne herangezogen, um die Friedfertigkeit des Islam zu dokumentieren. «Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (dass es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält.»

Nun, dieser Lehrsatz, der so eingehend und klar ist, findet sich auch im Talmud. „Nur aus diesem Grund wurde der Mensch erschaffen, um zu lehren, dass, wer immer eine einzige Seele Israels zerstört, so schuldig ist, als ob er eine ganze Welt zerstört hätte. Und wer immer eine einzige Seele Israels rettet, handelt so ehrenvoll, als ob er eine ganze Welt gerettet hätte.“

Die Frage, wer hier von wem abgekupfert hat, stellt sich nicht. Nachdem 70 CE der Zweite Tempel zerstört wurde und sich die Juden in die Diaspora zerstreuten, erkannten die Rabbiner, dass die Gefahr einer Verwässerung der bisher nur mündlich tradierten Lehre der Mischna bestand, und sie beschlossen, diese in eine schriftliche Form zu bringen. Um 220 CE lag erstmals eine einheitliche und verbindliche Form vor. Damit fand der endgültige Übergang vom prophetischen Judentum zum rabbinischen Judentum statt, der Grundlage der heutigen modernen jüdischen Religion.

Interessant ist, dass in beiden Versionen „Israel“ angesprochen wird. Der talmudischen Text bezieht sich auf den Mord an Abel durch seinen Bruder Kain, kann also als eine Aufforderung „niemals wieder“ verstanden werden. Im Talmud ist die Rede von „Seelen Israels“ als Opfer, die Täter finden keine spezielle Erwähnung.

Die gerne als Beispiel für den „friedliebenden Islam“ zitierte Sure ist leider nicht komplett. Abschnitt 32 beginnt mit einer Aufforderung: „Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Isrāʾīls vorgeschrieben…» und setzt sich in den Abschnitten 33 und 34 fort: «Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bemühen auf der Erde Unheil zu stiften, ist indessen (der), dass sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen die Hände und Füsse wechselseitig abgehackt werden, oder dass sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafen – ausser denjenigen, die bereuen, bevor ihr Macht über sie habt. So wisset, dass Allah Allvergebend und Barmherzig ist.» (sic!) Eine Ableitung vom Kleinen zum Grossen, vom Brudermord bis zum Kampf gegen den Islam….

Nach dem grauenhaften Terroranschlag in Paris, dem am 13. November 2015 etwa 130 Menschen zum Opfer fielen und bei dem mehr als 650 Personen teilweise schwer verletzt wurden, veröffentlichen nur wenige Tage später 70.000 Sufi-Imame eine Fatwa gegen ISIS und andere Terrorgruppen, wie Taliban und al-Qaeda die wie sie sagen «keine Moslemischen Organisationen» sind. Mehr als 150.000 Gläubige unterschrieben das Papier. Einer der Imame verkündete, dass die Moslemische Gemeinschaft Islamischen Extremismus verurteile. «Es steht im Koran geschrieben, dass das Töten von nur einem unschuldigen Menschen dem Töten der gesamtem Menschheit gleichkommt.»

Ich fasse zusammen: Islam = friedfertig / Terrorgruppen = nicht islamisch, ergo es gibt keinen islamischen Terrorismus, denn nicht sein kann, was nicht sein darf. Und wenn es ihn doch geben sollte, so wird er verurteilt. Also ist doch alles gut!

Warum brauchen wir dann die UN? In der vergangenen Woche unterbreitete Kuweit dem Sicherheitsrat einen Vorschlag für eine Resolution. Mit der sollte Israel – wieder einmal – scharf verurteilt werden. Dank des Vetos der USA wurde er blockiert mit folgendem Ergebnis 10 Ja, 4 Nein, 1 Enthaltung. Ein, erwartungsgemäss völlig anders gewichteter Vorschlag der USA, der ganz klar die Hamas anklagte, brachte folgendes Ergebnis 1 Ja, 3 Nein und 11 Enthaltungen. Der Sicherheitsrat beendete die Sitzung unverrichteter Dinge.

Für die Hamas nur ein Teilerfolg. Während es am vergangenen Freitag, 8. Juni an der Grenze zu Gaza vergleichsweise ruhig war, zog der palästinensische UN Botschafter, Riyad Mansour, einen neuen Joker aus dem Ärmel. Er verkündete, den Antrag Kuweits in leicht abgeänderter Form vor die UN Generalversammlung zu bringen. Dieser Antrag sei, so seine Beurteilung, «extrem ausgewogen». Ein Veto in der UN Vollversammlung ist nicht vorgesehen, dafür sind Beschlüsse und Resolutionen aber nicht rechtsbindend. Die Annahme des Antrages stand damit von vorneherein fest, die Zahl der Gegenstimmen würde erwartungsgemäss überschaubar sein. Einzig bei den Enthaltungen oder bei den Abwesenheiten waren mögliche Überraschungen denkbar. Er machte sich auf den Weg, Werbung zu betreiben, sprich, seine Lügen weiter zu verbreiten, um alle in der UN vertretenen Staaten auf seinen, gemeinsam mit Algerien und der Türkei eingebrachten Antrag einzuschwören. Um das himmelschreiend peinliche Ergebnis vorwegzunehmen; es gab 120 Ja, 8 Nein und 45 Enthaltungen, wer ganz unentschieden war, blieb der Abstimmung fern. Die USA hatten noch versucht, einen Zusatz zum Antrag einzubringen, hierzu wäre eine 2/3 Mehrheit aller Anwesenden notwendig gewesen, aber nur 62 stimmten dafür, 58 dagegen und 42 enthielten sich.

Der Titel des Antrages lautete: «Illegale Israelische Aktionen im besetzten Ost-Jerusalem und dem Rest des besetzten palästinensischen Gebietes – Schutz der palästinensischen Zivilbevölkerung».

Hier einige Zitate aus dem «extrem ausgewogenen» Antrag:

(…)

Wir drücken unsere schwere Sorge über die Eskalation der Gewalt, der Spannungen und der dramatischen Verschlechterung der Situation in den besetzten palästinensischen Gebieten, inklusive Ost-Jerusalem, insbesondere seit dem 30. März 2018 aus. Insbesondere drücken wir unsere tiefe Beunruhigung über den Verlust von zivilem Leben und der hohen Zahl von Verletzten unter der palästinensischen Bevölkerung, insbesondere im Gaza Streifen, darunter auch Kinder aus, die von der IDF verursacht wurden.

Wir verdammen alle Gewaltakte gegen Zivilisten, inklusive Terrorakten, ebenso wie jegliche Art von Provokation, Unruhestiftung und Zerstörung.

Wir bekräftigen das Recht auf friedliche Versammlungen und Proteste, die Freiheit des Ausdruckes und der Gruppenbildung.

(…)

Wir betonen den besonderen Einfluss, den bewaffnete Auseinandersetzungen auf Frauen und Kinder, aber auch auf Flüchtlinge und vertrieben Personen haben. Das gilt auch für andere Zivilisten, die geschwächt sind, für Menschen mit körperlichen Einschränkungen und für ältere Menschen. Wir betonen die Notwendigkeit für den Sicherheitsrat und die Mitgliedstaaten, den Schutz der Zivilbevölkerung zu verbessern.

(…)

Wir halten fest, dass der Gaza Streifen ein integraler Teil des Palästinensischen Staates ist, der seit 1967 besetzt ist.

Wir bestätigen das Recht aller Staaten in der Region, in Frieden innerhalb von sicheren und international anerkannten Grenzen zu leben.

(…)

Wir bedauern die Anwendung von exzessiver, disproportionaler und willkürlicher Gewalt gegen palästinensische Zivilisten im besetzten palästinensischen Gebiet, inklusive Ost-Jerusalem und besonders im Gaza Steifen. Wir bedauern den Einsatz von scharfer Munition gegen zivile Demonstranten, gegen Kinder, gegen medizinisches Personal, gegen Journalisten und bedauern zutiefst den Verlust von unschuldigem Leben.

Wir verlangen von Israel, der Besatzungsmacht, sich solcher Aktionen zu enthalten und die gesetzlichen Verpflichtungen und Verantwortungen einzuhalten, die in den Genfer Konventionen vom 12. August 1949 mit Bezug auf Zivilbevölkerungen im Kriegsfall erläutert werden.

Wir verurteilen alle Aktionen, die dazu dienlich sind, Gewalt zu provozieren und ziviles Leben in Gefahr zu bringen und wir fordern alle Aktivisten dazu auf, sicherzustellen, dass die Proteste friedlich verlaufen.

Wir verurteilen auch den Raketenbeschuss von Gaza auf israelische Wohngebiete.

Wir fordern eine sofortige, anhaltende und voll respektierte Waffenruhe.

Wir drängen auf eine sofortige und unbehinderte humanitäre Unterstützung für die palästinensische Bevölkerung im Gaza Streifen. Dabei müssen die dringendsten Bedürfnisse, wie Medizin, Nahrung, Wasser und Brennstoffe in Betracht gezogen werden. Wir verlangen eine verbesserte Unterstützung der UNRWA und eine absolute Anerkennung der Bedeutung dieser Organisation, gemeinsam mit anderen UNO Gruppen und humanitären Organisationen, die humanitäre Unterstützung im Gaza Streifen leisten.

(…)

Wo bleibt die Kritik an der Hamas und ihren Terrorbanden? Noch nicht einmal als Urheber der Raketen aus Gaza werden sie genannt. Wo bleibt die Erwähnung der Terrortunnel? Wo die Erwähnung der Feuerdrachen? Wo die willkürliche und mehrfache Zerstörung des Warenübergangs Kerem Shalom? Wo die ständigen Grenzverletzungen? Wo die „friedlichen Demonstrationen“? Wo die zahlreichen Terrorakte gegen Israel? Wo die nicht gezahlten Rechnungen für Wasser- und Stromlieferungen? Wo das ständige Brechen der Feuerpause? Wo die Entführungen von Soldaten? Wo der Missbrauch von Alten, Frauen, Kindern, Menschen mit körperlichen Einschränkungen als Schutzschilde? Wo der Missbrauch von Schulen und Krankenhäusern, die von der UNWRA gezahlt werden als Raketenabschussbasen? Wo das gezielte Umleiten von Spendengeldern in Höhe von vielen Millionen jährlich in den Ausbau von Tunnel und Terrorinfrastruktur? Wo das Abzweigen aus diese Spendenfonds in die Privatkassen der Terroranführer?

Nikki Haley, US-Botschafterin bei der UNO. Foto: Archiv

Nikki Haley (Foto) hat vollkommen recht, wenn sie die Abstimmung als «moralisch bankrottes Urteil» bezeichnet. Sie fügte hinzu «Es nährt das Narrativ des verzweifelten Bürgers von Gaza, dass seine Führer nicht für ihre Zwangslage verantwortlich sind. Es schürt Hass und opfert Ehrhaftigkeit, Sorgfalt, Kompromisse und Versöhnung zu Gunsten einer weiterführenden, engstirnigen politischen Agenda.»

Auch unser UN Botschafter Dany Danon erhob vor der Abstimmung schwere Vorwürfe. «Die heutige Sitzung betraf unser Recht unsere Bürger zu verteidigen. Das ist der Versuch der internationalen Völkergemeinde, uns des grundlegenden Rechts auf Selbstverteidigung zu berauben. Die vor uns liegende Abstimmung schützt weder unschuldige Palästinenser, noch unschuldige Israelis. Sie verurteilt die Hamas nicht, ja nennt sie nicht einmal. Hamas, die international anerkannte Terrororganisation, die direkt verantwortlich ist für die Gewalt in unserer Region.»

Angesichts der zahlreichen Lügen, Auslassungen, Abstrichen und Anklagen, die im heute zur Abstimmung vorgelegten Antrag enthalten waren, oder eben nicht enthalten waren, hätte eine faire und objektive Abstimmung zu einem ganz anderen Ergebnis komme müssen. Die UNO Vollversammlung hat mit dem heutigen Tag endgültig ihre UN(Schuld) verloren und ihr Existenzrecht verspielt.

In Gaza bereitet man sich auf einen lustigen Drachenflugtag, heute Freitag, den 15. Juni vor. 5.000 Drachen und Ballone sollen, so die Planung, ein farbenfrohes Bild am blauen Himmel malen, bevor sie weiteren Schaden in Israel anrichten. Dass es dann vielleicht kein Helium mehr für die Krankenhäuser gibt, wen interessiert es?

Von Esther Scheiner

 

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Von am 17/06/2018. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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