Abonnieren

  • Subscribe via Email
  • Facebook
  • Twitter

Haben illegale Einwanderer in Tel Aviv einen Coronavirus-Hotspot geschaffen?

Weil nicht kontrolliert wird ob illegal nach Israel eingewanderte Personen sich an die Corona-Schutzverordnung halten ist eine Situation eingetreten, in der Ausländer frei herumlaufen während andere Bürger in ihren Häusern bleiben, sagen Aktivisten.

Shlomo Maslawi, Vorsitzender des Komitees des Stadtteils Hatikva und Mitglied des Stadtrats von Tel Aviv, sprach mit Maariv über die steigende Zahl von Coronavirus-Fällen unter ausländischen Arbeitnehmern.

„Die älteren Menschen sind in ihren Häusern eingesperrt und haben Angst hinauszugehen“, sagte Maslawi. „Die älteren Menschen haben ihre Häuser während der Sperrung nicht verlassen und jetzt sind sie wieder gezwungen, in ihren Häusern zu bleiben.“

Nach seiner Schätzung gibt es in den Stadtteilen im Süden von Tel Aviv über 50.000 ausländische Arbeitskräfte, von denen fast 40.000 illegale Einwanderer aus Eritrea und dem Sudan sind.

„Wir haben gewarnt, dass es nicht genügend Tests gibt und dass es keine ordnungsgemäße Durchsetzung gibt“, fügte er hinzu. „Jetzt sehen wir die Ergebnisse. Sie müssten viel mehr Tests durchführen und die Durchsetzung vor Ort war sehr gering.“

Sheffi Paz, ebenfalls in Süd-Tel Aviv ansässig, sagte gegenüber Maariv: „Wir sind sehr besorgt über Infektionen. Es gibt fast kein Gebäude ohne ausländische Arbeiter und illegale.“ Sie fügte hinzu, dass sowohl Aktivisten wie sie und Maslawi als auch gewöhnliche Bewohner der Nachbarschaft vor der geringen Anzahl von Tests gewarnt hatten, die an ausländischen Arbeitnehmern in der Stadt durchgeführt wurden und vor dem Mangel an angemessener Durchsetzung.

„Seit das Coronavirus ausgebrochen ist haben wir gewarnt, gebettelt und geweint. Wir haben Versammlungen von illegalen Einwanderern und mangelnde Durchsetzung gesehen. Wir haben fotografiert und aufgezeichnet, aber niemand hat auf uns geachtet und einige haben uns sogar ausgelacht. Bitten halfen nicht und es gab illegale, die mir ins Gesicht lachten“, sagte Paz.

Am Sonntag wurde in der Nähe des alten zentralen Busbahnhofs von Tel Aviv ein neues Coronavirus-Testzentrum eröffnet. Hunderte ausländischer Arbeiter und ihre Kinder kamen um getestet zu werden, was zur Bildung langer Schlangen führte.

„In der Vergangenheit kamen nur wenige Leute, um getestet zu werden, aber diesmal kamen viel mehr Leute“, sagte einer der Wartenden zu Maariv.

Die Gemeinde Tel Aviv-Jaffa sagte gegenüber Maariv: „In Bezug auf die Ausländer in der Stadt gab es im vergangenen Monat eine Teststation im Viertel Neve Sha’anan, in der sich die ausländische Gemeinschaft konzentriert und sie wird weiterhin betrieben in der kommenden Woche. Die laufende Informationskampagne, die die Gemeinde in dieserm Stadtteil durchführt, wird fortgesetzt und umfasst die Veröffentlichung von Ankündigungen in den Straßen des Viertels in Englisch und Tigrinya.“

„Broschüren, die direkt an die Haushalte verteilt werden, und das Versenden von Nachrichten der Gemeinde über soziale Medien und Freiwillige, ein Ankündigungssystem in der Nachbarschaft und Nachrichten, die zwischen WhatsApp-Gruppen gesendet werden. Wenn zusätzliche Anweisungen vom Gesundheitsministerium vorliegen, werden wir entsprechend handeln“, heißt es von der Gemeinde.

IN-Redaktion

 Zum NEWSLETTER anmelden
Bestellen Sie den Newsletter der Israel Nachrichten kostenlos per E-Mail und verpassen keine Top-Story mehr. Melden Sie sich HIER an.

Copyright (c) Israel Nachrichten Ltd. 2012-2020.
Eine Vervielfältigung oder Speicherung in Datenbanken oder in anderer Form ist ohne Genehmigung des Verlages untersagt.
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

Werden Sie Mitglied der ISRAEL NACHRICHTEN

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Mitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und das Erscheinen der Zeitung zu sichern.
Klicken Sie für Informationen zur Fördermitgliedschaft Hier…

Von am 01/06/2020. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
Leserkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wie in einer Demokratie ueblich achten wir die Freiheit der Rede behalten uns aber vor, Kommentare nicht, gekuerzt oder in Auszuegen zu veroeffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht beruecksichtigt.