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Zeitgeschichte: Die deutsche Flagge über Kiew

In der Samstag-Ausgabe vom 20. September 1941 schreibt die „National Zeitung“ nachfolgenden Leitartikel, in dem nachzuvollziehen ist, wie die heutige politische Lage der Ukraine sich doch ähnelt:

Die deutsche Flagge über Kiew

Nach kühnem Durchbruch durch starke Befestigungen drangen unsere Truppen in die Stadt ein.
Die größte Umfassungsschlacht. Vier sowjetische Armeen gehen ihrer Vernichtung entgegen.

Aus dem Führerhauptquartier, 19. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Zuge der heute bekanntgegebenen Umfassungsoperation wurde auch der Angriff gegen die ukrainische Hauptstadt Kiew eingeleitet. Nach kühnem Durchbruch durch die stark ausgebauten Befestigungen auf dem Westufer des Dnjepr sind unsere Truppen in die Stadt eingedrungen. Auf der Zitadelle weht seit heute vormittag die Reichskriegsflagge.

Die "National Zeitung" von Samstag, 20. September 1941. Foto: Archiv/RvAmeln

Die „National Zeitung“ von Samstag, 20. September 1941. Foto: Archiv/RvAmeln

 

Unvergleichliche Leistungen unserer Wehrmacht, Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung, Berlin, 19. September:

Noch größer, noch gewaltiger, als die Engländer und Nordamerikaner in ihrer Trübsal der letzten Tage über das mit wahrhaft unheimlicher Präzision abrollende Verhängnis für die Bolschewisten im Osten schon ahnten, ist das weltgeschichtliche Ausmaß der Erfolge, die die deutsche Heeresführung mit der Einkesselung von vier riesigen Armeen der Sowjets östlich Kiew und mit der Eroberung dieser Hauptstadt der Ukraine bereits erzielt hat. Den dramatischen Rückwirkungen auf den weiteren Verlauf des gigantischen Kampfes sieht das ganze deutsche Volk, das die Schweigetaktik seiner Führung wohl zu würdigen wußte, wieder mit der Zuversicht entgegen, die das Kennzeichen des großen Vertrauens in Adolf Hitler und seine Wehrmacht ist. Eine furchtbarere Niederlage hat die feindliche Agitation durch die Kühnheit und den Wagemut unserer Truppen im Ostfeldzug bisher nicht erlebt und die Bolschewisten und Engländer haben wirklich allen Grund, über das weitere Schicksal der eingekesselten Heeresmassen und über den ganzen Kriegsverlauf bestürzt zu sein.

Die Anfänge dieser größten Aktion im Osten liegen jetzt etwa vier Wochen zurück. Am Ende der großen Vernichtungsschlacht bei Gomel am 21. August deutete der Wehrmachtsbericht bereits die Schaffung der Voraussetzung für die großen Operationen an, deren Auswirkung wir jetzt erleben. Die Aktionen haben starke Aehnlichkeit in ihrem Ausgang mit den Erfolgen, die Anfang August zu der großen Vernichtungsschlacht von Bialystok führten, allerdings mit dem Unterschied, daß das räumliche und zeitliche Ausmaß der gegenwärtigen Kämpfe wesentlich umfangreicher als in der Schlacht von Bialystok ist. Von sehr großer Bedeutung ist gegenüber damals auch noch die Tatsache, daß die Sowjets im Juli noch in der Lage waren, die schweren Verluste in der Doppelschlacht um Bialystok und Minsk wieder auszugleichen, während ihnen im gegenwärtigen Stadium die Zusammenstellung neuer Verbände und ihre Ausrüstung mit Waffen und Material die größten Schwierigkeiten bereiten dürften.
Ja, es ist begründete Aussicht vorhanden, daß die immer noch weitergehenden entscheidenden Operationen der deutschen Wehrmacht den stark geschwächten Kräften des Feindes bald unlösbare Schwierigkeiten bereiten.

Die Voraussetzung zu den jüngsten Erfolgen schuf der deutsche Vorstoß bis an den Dnjepr-Unterlauf von Kiew abwärts einerseits und bis ostwärts Smolensk andererseits. Zwischen den im Süden wie im Norden weit nach Osten ausgreifenden Ausbuchtungen, deren östlichste Punkte Dnjepropetrowsk und weiter nördlich der Kampfabschnitt ostwärts Smolensk bildeten, bestand in der Mitte eine Ausbuchtung nach Westen, die nördlich Kiew noch erheblich über über das Westufer des Dnjepr hinausgriff und von den Sowjets hartnäckig verteidigt wurde. Durch die deutsche Zangenbewegung, die aus dem Süden und dem Norden heraus um diese mittlere Westausbuchtung erfolgte, wurden die dort zusammengezogenen starken feindlichen Kampfgruppen regelrecht vom Hinterland abgeschnitten.

Die Operation gelang restlos, weil die Bolschewisten sich darauf verlassen hatten, daß der mächtige Stromabschnitt des Dnjepr sehr lange zu halten sei und den deutschen Truppen einen Vorstoß nach Osten unmöglich machen würde. Die nördliche deutsche Drohung aber hofften die Bolschewisten spätestens im Abschnitt des Desna, die von Osten her bei Kiew in den Dnjepr mündet, beseitigen zu können. Nach der Schlacht bei Gomel stießen Panzerkräfte der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Bock nach Süden gegen gegen den Ober- und Unterlauf der Desna vor, erzwangen den Übergang über den Fluß und eroberten die etwa 100 Kilometer südlich Gomel liegende Stadt Tschernigow an der Desna. Gleichzeitig stieß etwa 125 Kilometer ostwärts Tschernigow der nördliche Greifer der späteren Zange über die Desna nach Süden vor und gewann nach Ueberwindung des feindlichen Widerstandes nach der Tiefe zu Raum, so daß es Zeit wurde, auch den südlichen Greifer nach Norden hin anzusetzen.

Der Übergang über den breiten Strom erfolgte unter schwierigsten Verhältnissen nördlich von Krementschug durch die Kampfgruppe des Generalfeldmarschalls von Rundstedt, der es gelang, einen Brückenkopf von 120 Kilometer Breite zu schaffen und auszubauen, obwohl der Gegner immer wieder unter Einsatz von starken Panzerkräften versuchte, den Brückenkopf einzudrücken. Von Krementschug nach Norden stießen die schnellen Kräfte unaufhaltsam vor und erzwangen trotz des erbitterten feindlichen Widerstandes bereits am 13. September die Vereinigung mit den von Norden kommenden deutschen Einheiten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich bereits im Kampfe der Halbkreis im Rücken der bei Kiew stehenden Verteidigung der Bolschewisten geschlossen, ein Halbkreis, der mit Kiew als Mittelpunkt und mit einem Radius von ungefähr 200 Kilometern vom Nordufer des Dnjepr sich erstreckte. Tag für Tag wurde der Ring verstärkt, und zugleich der Kessel, vor allem im Norden, wo die sowjetische Verteidigung bald zusammenbrach, weiter verengt.

Aus dem Wehrmachtsbericht vom Freitag ergibt sich nunmehr, daß vier sowjetische Armeen in diesem Kessel stecken, deren kämpfende Truppe, ungerechnet den Troß, die Reserven usw., man auf mindestens 200 000 Mann veranschlagen muß. Der gesamte Raum, in dem diese einzigartige Einkreisung vollzogen wurde, ist mit etwa 25 000 Quadratkilometer zu veranschlagen und entspricht damit dem Raum des Gaues Sachsen. Die Entfernung zwischen den äußersten Eckpfeilern im Norden und im Süden betrug bei Beginn der Operationen ungefähr 400 Kilometer und entspricht etwa der Entfernung von Berlin nach Danzig. Diese Zahlen geben einen Begriff von dem räumlichen Umfang der gegenwärtigen gewaltigen Vernichtungsschlacht, die unaufhaltsam fortschreitet. Während die Luftwaffe bei Beginn der Operationen den Fußtruppen Wege ebnete und mit der Zerstörung wichtiger Übergänge, Verkehrsknotenpunkte und andere Verkehrslinien die Bewegungsfähigkeit des Gegners lähmte, stößt sie jetzt Tag für Tag mit starken Kräften in die gestauten feindlichen Kolonnen der eingekesselten Gebiete hinein.

Auch die Einkesselung wird zur Vernichtung größten Stiles für die bolschewistischen Truppen werden, die bereits mit der Eroberung von Kiew einen ersten markanten Anfangserfolg zeigt. Die eingeschlossenen vier Armeen der Heeresgruppe Budjenny werden der völligen Vernichtung anheimfallen, und der Zusammenbruch der gesamten Dnjepr-Verteidigung von der Pripjetmündung bis unterhalb Krementschug ist nur eine Frage der Zeit. Darüber hinaus haben die Operationen zu einer wesentlichen Frontverkürzung zwischen den Heeresgruppen der Generalfeldmarschälle von Rundstedt und von Bock geführt. Bei der Würdigung der überwältigenden Größe dieser unvergleichlichen Leistungen der tapferen deutschen Wehrmacht kommt der OKW-Bericht vom Freitag auch auf die Wahrheit über die deutschen Verluste und die Größe des Opfers unserer Kämpfer zu sprechen, die mit dem Einsatz ihres Lebens und Blutes diese Leistungen gesichert haben.

Die Heimat, die in Ehrfucht sich vor diesem heldischen Opfer beugt und deren ganze Anteilnahme den Gefallenen und ihren Angehörigen gilt, erfährt damit auch die Widerlegung der Greuelmeldungen und der agitatorischen Zahlenphantasien, die der Feind aus naheliegenden Gründen über die Größe der deutschen Verluste trieb. So wie in den vorangegangenen Feldzügen während unseres Freiheitskampfes überschwemmte ihr Nachrichtendienst die ganze Welt mit stärksten Entstellungen der deutschen Verluste, die bei der Härte und Bedeutung des bolschewistischen Vernichtungskampfes zwar größer sind als bisher, die aber nicht entfernt das Ausmaß der Opfer erreichten, die dem Feind abgefordert wurden. Besonders die bolschewistische Agitation hatte aufgebauschte Zahlen von 2,9 Millionen an deutschen Verlusten erfunden, um damit die Größe der deutschen Schlachterfolge zu verkleinern. Auch die Briten wiederholten das von früher her bekannte Agitationsspiel des Zahlenrausches. Sie bezifferten Ende August die deutschen Geamtverluste an der Ostfront auf 2 1/2 Millionen Mann, darunter eine Million Tote. Das wirkliche Zahlenverhältnis ist abermals ein Beweis für die überlegene deutsche Führung und die vortreffliche Ausbildung unserer Soldaten, die dem Gegner so haushoch überlegen sind, daß dieser zu seinen riesigen Verlusten an Raum und Material noch ein Vielfaches der deutschen Verluste an Menschen hinnehmen muß.

Wie sehr sich doch im Prinzip der Wortlaut der Nazi-Propaganda mit dem von Putin und seinen Seperatistenführern gleicht, mag dahingestellt bleiben.

Von Rolf von Ameln

Redaktion Israel-Nachrichten.org

 

Von am 24/02/2015. Abgelegt unter Spiegel der Zeit. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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